Andachten

Gottes Zorn ist schrecklicher als du denkst!

Wer erkennt die Stärke deines Zorns und deines Grimms, wie es der Furcht vor dir entspricht?

Psalm 90,11

Der Zorn und Grimm Gottes ist ein Thema, dass auch in bibeltreuen Gemeinden gerne gemieden wird. Dies ist verständlich, sehen wir doch die schrecklichen Auswirkungen des Zornes Gottes in der Bestrafung seines Volkes Israels und – noch viel klarer – am Ausgießen seines Zornes über seinen Sohn am Kreuz.

Doch stellt obiger Vers eines unmissverständlich klar: Menschen erkennen die Stärke des Zornes und Grimms Gottes nicht in richtiger und vollständiger Art und Weise, da sie keine vollkommene Gottesfurcht besitzen. In dem Maße, wie der Mensch Gottesfurcht besitzt, in diesem Maße weiß er, dass Gottes Zorn sehr zu fürchten ist!

Mose, der den heutigen Leitvers aufschrieb, bettete ihn in seinen Psalm über die Ewigkeit Gottes und die Vergänglichkeit des Menschen ein. Gott der Schöpfer ist ewig und hat auch den Menschen erschaffen. Durch seine Sünde verfiel der Mensch dem Tod und zog Gottes Zorn auf sich. Gott begrenzte einige Zeit nach dem Sündenfall ein normales Menschenleben auf siebzig bis achtzig Jahre (V. 10). Ein Menschenleben bringt viel Mühe und Nichtigkeit mit Stolz, doch fliegt es vorüber und der Mensch kehrt zurück zum Staub und die Seele zurück zu Gott, der sie gegeben hat.

Angesichts unseres kurzen Lebens und des Wissens, dass wir einmal – in nicht allzu langer Zeit – vor Gott stehen müssen, muss es den Menschen schrecken, dass Gott, sein Richter, einen nicht einmal zu erahnenden, großen Zorn hat!

Wo ist angesichts dieser Tatsache überhaupt Hoffnung zu finden? Oben haben wir sie bereits einmal erwähnt: Gott hat seinen Zorn über seinen Sohn ausgegossen. Christus starb für jeden Sünder, der ihn um Vergebung anfleht, Buße tut und an Jesus als seinen Erretter glaubt. Jedem anderen Menschen, auf den das Gesagte nicht zutrifft, bleibt nur, dem Zorn Gottes selbst entgegenzutreten. Schrecklich ist hierbei, dass er nicht einmal erahnen kann, wie groß dieser Zorn Gottes ist und dass er diesen Zorn in Ewigkeit tragen muss!

Vorhin sahen wir bereits, dass Gottesfurcht uns erahnen lässt, wie sehr Gott zu fürchten ist. Paulus offenbart seine Gottesfurcht indem er den Korinthern sagt:

Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, überreden wir Menschen,…

(2Kor 5,11a)

Paulus wusste sowohl um den Schrecken des Herrn und seinen gewaltigen Zorn gegenüber den Sündern, als auch um Gottes Gnade. Gott selbst redete durch Paulus und ermahnt die Menschen durch Christus:

Lasst euch versöhnen mit Gott!

(2Kor 5,20b)

Die Frage die nun bleibt ist: Stehst du noch unter Gottes Zorn, oder trug Christus diesen Zorn auch für dich? Wenn dem so ist, dann ermahne die Menschen um dich her und weise sie sowohl auf Gottes Zorn hin, der noch über ihrem Leben steht, als auch auf seine große Gnade, die bußfertigen Sündern umsonst gewährt wird. Hat Christus dir noch nicht vergeben, dann flehe ihn heute um Vergebung deiner Schuld an und bekenne deine Rebellion gegen Gott, denn du musst wissen: Du kannst nicht einmal erahnen, wie sehr Gottes Zorn zu fürchten ist!