Andachten

Vorrechte in der Gemeinde (1/5)

 

Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unwandelbar festhalten – denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. (Hebr 10,23)

In der folgenden Serie werden wir anhand des Bibelwortes aus Hebräer 10,23-25 betrachten, welche großartigen Vorzüge und Segnungen dem Gläubigen durch die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde zuteil werden.

Die Menschen um uns herum hoffen häufig sehr viel. Auch dieses Jahr wird wieder sehr viel gehofft: Man hofft auf Schnee im Winter für spaßige Skiabfahrten, man hofft auf einen heißen Sommer, möglichst regenfrei, um die hoffentlich erfolgreiche Fußballweltmeisterschaft 2018 genießen und feiern zu können… Man hofft schlichtweg allerhand, täglich, in sämtlichen Lebensbereichen.

Das alles mag schön und gut sein, ja sogar seine Berechtigung haben! Aber es gibt eine unermessliche Hoffnung von der die Bibel spricht: Es ist die Hoffnung, welche in der Gemeinde proklamiert und bekannt wird!

Nirgendwo als in der Gemeinde Gottes kann man so herzhaft Hoffnung tanken! Man lernt zu erfassen, wer in einem lebt, dass Christus in allen Situationen des Alltags bei uns ist und egal was auch passiert: man fällt nie tiefer als in Seine Hand. Hier haben wir die Hoffnung wie es nach dem Tod weitergeht, aber auch die Hoffnung, dass Gott auch mit den Hinterbliebenen schützend und spürbar nahe durch das Leben gehen wird.

Es ist gewaltig, welche hoffnungsvollen und wahren Zusagen wir uns als Gemeinde Gottes geben dürfen – weil Christus unsere Hoffnung ist! Deswegen müssen wir uns als Gemeinde auch immer an den Wert dieser Hoffnung erinnern, weil wir vergessliche Menschen sind. Aus diesem Grund ist es auch unerlässlich eine Gemeinde zu haben, in welcher die Hoffnung auf Vergebung, Wiedergutmachung, Durchtragen – ja bis hin zur Widerkunft Jesus, bekannt wird.

Hierbei geht es aber nicht ausschließlich um die Verkündigung an der Kanzel, sondern vielmehr um die zwischenmenschlichen Beziehungen die wir pflegen. Besonders hier dürfen wir Kranken, Leidenden und Verzweifelten Gottes Hoffnung zusprechen und schlussendlich auch selbst immer wieder mit der Hoffnung vertraut werden.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ besagt ein deutsches Sprichwort. Wie häufig tröstet man sich in tristen Lebenssituationen mit diesem verwelkten Spruch? Er ist mehr Resignation als wirkliche Ermutigung, viel mehr gleicht er einem Wundenlecken, das in der Passivität mündet.

Die göttliche Hoffnung, welche wir in der Gemeinde bekennen und uns ermutigend weitergeben, stirbt jedoch nie!
Eine Gemeinde, die keine Hoffnung mehr hat oder diese nicht bezeugt wird verdorren.
An der Hoffnung in Christus auf das ewige Leben bei Ihm sowie die Hoffnung in freudiger Erwartung auf Seine Gerechtigkeit, die uns in Ewigkeit zuteil wird, darf ein Christ sich erfreuen und auftanken!