Andachten

Alle eure Sorgen werft auf ihn!

„Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorgen auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch.“ (1.Petrus 5,6.7)

Das Jahr 2018 ist nun schon fast zwei Monate alt und wird, wie es jedes Jahr so an sich hat, bestimmte Herausforderungen für jeden von uns mit sich bringen, Situationen, in denen Gott unser Vertrauen in ihn auf die Probe stellen wird. Vielleicht quälen dich Sorgen, weil du nicht weist, was die Zukunft bringen wird. Die Frage, welchen Beruf ich wählen soll, ob ich studieren oder eine Ausbildung machen soll, die Angst vor den anstehenden Abschlussprüfungen im Studium oder das geduldige Warten im Hinblick auf den richtigen Ehepartner. All das sind Herausforderungen in unserem Leben, die unser Vertrauen in Gottes Liebe, Treue, Allmacht und Souveränität ins Wanken bringen wollen. Hat Gott wirklich alles im Griff und benutzt er nicht nur alle Umstände in unserem Leben, sondern führt er wirklich die Regie, wie er es bei Josef und seinen Brüdern tat (1.Mo 50,20)?
Ich glaube nicht, dass wir uns solchen Situation im Leben entziehen können, denn auch Petrus schreibt von Sorgen, die wir in unserem Leben haben. Die Frage ist nicht, wie ich bestimmte Sorgen in meinem Leben verhindern kann, sondern wie ich mit ihnen umzugehen habe. Petrus gibt uns hier einen simplen aber gleichzeitig überaus schwer in die Tat umzusetzenden Rat, was dann zu tun ist:

… alle eure Sorgen [werft] auf ihn! Denn er ist besorgt für euch.€

Es klingt so simpel aber ich habe selber festgestellt, dass es in der Praxis alles andere als einfach ist. Ich denke auch Petrus war sich im Klaren darüber, dass ein Bewusstsein und Vertrauen in Gottes Macht und Kraft von Nöten ist, um alle unsere Sorgen auf ihn zu werfen. Keiner von uns würde mit seinen Problemen zu jemanden gehen und ihn um Hilfe bitten, wenn er nicht davon überzeugt wäre, dass diese Person auch zu helfen im Stande ist. Deshalb schreibt Petrus in Vers sechs, dass sich die Kinder Gottes unter die mächtige oder gewaltige Hand Gottes demütigen sollen.

Denn was passiert, wenn wir uns unter Gottes Hand demütigen? Wir geben unseren eigenen Willen auf und gleichzeitig geben wir zu, dass Gott einen besseren Plan für uns hat. Für mich besteht die Herausforderung darin, Gott zu vertrauen, dass er mich durch die unterschiedlichen Situationen führt, obwohl ich nicht weis, wie das Ende aussehen wird. Aber genau das erwartet Gott von uns. Volles Vertrauen, ja kindliches Vertrauen in Gott, denn nur dann werden wir ihm auch unsere Sorgen ganz abgeben können. Solange wir auch noch ein bisschen die Kontrolle über unser Leben behalten wollen, werden wir nie dahin kommen. Egal was also in diesem Jahr auf uns noch zukommen wird, wir dürfen wissen, dass wir unsere Sorgen bei Gott abgeben können, denn er sorgt für uns und wird jede noch so schwierige und herausfordernde Situation gebrauchen, um uns mehr und mehr in das Bild seines Sohnes umzugestalten. Können wir, in Anbetracht dieses großen, allmächtigen und allwissenden Herrn anders handeln, als alle unsere Sorgen auf ihn zu werfen?