Andachten

Gott ist treu und gerecht

„Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ (1.Johannes 1,8.9)

Wer von uns kennt sie nicht, die Sünden die wir immer wieder tun? Wir bitten Gott, dass er uns von diesen Sünden befreien möge, wir wollen um jeden Preis mit diesen Sünden brechen. Eine gewisse Zeit widerstehen wir der Versuchung, doch irgendwann passiert es und wir versagen erneut. Dann können wir schnell anfangen zu zweifeln, ob Gott uns überhaupt noch vergibt, ob es sich überhaupt noch lohnt diesen Kampf immer wieder aufs neue zu kämpfen.
Der Jünger und Apostel Johannes kannte solche Situationen bestimmt auch aus seinem Leben, in denen er sich in diesem Spannungsfeld befunden hat. Auf der einen Seite will ein Kind Gottes nicht sündigen und auf der anderen Seite sieht es sein tägliches Versagen, was das Halten der Gebote Gottes angeht. Mir sind diese beiden Verse so wertvoll geworden, weil sie einem genau in diesen Situationen Mut und Hoffnung geben. Zwei wesentliche Charaktereigenschaften Gottes werden uns von Johannes vor Augen gestellt, die uns helfen sollen diese Angriffe im Glaubensleben abzuwehren.

1. Gott ist treu. Gott ist nicht wie wir Menschen, die ihre Meinung von einem Tag auf den anderen ändern. Wenn Gott uns ein Versprechen in seinem Wort gibt, so wird er sich an dieses auch halten, ohne davon einen Millimeter abzuweichen. Alleine das ist ja schon beruhigend zu wissen, wie viel mehr die Tatsachen, dass er auch dann treu ist, wenn wir ihm untreu sind (2.Tim 2,13)? Jeder Christ wird, so lange er auf dieser Erde lebt, Gott immer wieder untreu werden, doch dann dürfen wir wissen, dass Gott zu seinem Wort stehen und uns unsere Sünden vergeben wird, wenn wir sie vor ihm bekennen. Und obwohl Gott allwissend ist und weis, dass wir wieder sündigen werden, vergibt er uns trotzdem. Diese Treue Gottes zu seinen Kindern, sollte uns Tag für Tag die Kraft geben, mit unserem Versagen zu ihm zu kommen und seine Vergebung in Anspruch zu nehmen.

Doch wer meint hier ein Freifahrschein zum Sündigen zu haben, der hat weit gefehlt, denn Gott ist nicht nur treu, sondern auch 2. gerecht. Wenn Gott uns unsere Sündhaftigkeit offenbart, wenn wir unseren Ungehorsam gegenüber Gottes Willen sehen und Gott um Vergebung bitten, dann wird er uns die Sünden vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit reinigen. Doch geschieht dieses nicht einfach so. Die Vergebung von Sünden ist nur möglich, weil der Gerechte für die Ungerechten starb und seine Gerechtigkeit uns zugesprochen wird, so dass wir eines Tages bei ihm in der Herrlichkeit eine Ewigkeit leben werden. Jeder echt Wiedergeborene, wird sich angesichts dieser Hoffnung reinigen, wie auch jener rein ist (1.Joh 3,3).

Wenn wir also mit solchen Fragen und Zweifeln zu kämpfen haben, so lasst uns ihnen die Gegenfragen aus Römer 8,33 und 34 stellen:
Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt. Wer ist, der verdamme? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet.