Andachten

Seele vs. Begierden

Ihr Lieben, ich ermahne euch als Fremdlinge und Pilger: Enthaltet euch von fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten.
1.Petrus 2,11

Petrus ermahnt die damaligen Christen, dass sie sich von den fleischlichen Begierden fern halten sollen und dies begründet er auch sehr eindrücklich. Er erklärt, dass die fleischlichen Begierden gegen die Seele streiten. Es ist sehr interessant, darauf zu achten, welches sprachliche Mittel Petrus hier benutzt. Die fleischlichen Begierden bekommen von ihm eine menschliche Eigenschaft – sie streiten. Petrus personifiziert die fleischlichen Begierden hier an dieser Stelle.

Was will Petrus damit bezwecken? Ich denke, dass er dadurch den Ernst der Lage um ein Vielfaches mehr verdeutlicht. Die fleischlichen Begierden streiten gegen die Seele! Mit anderen Worten, die Seele ist immer unter hohem Stress, solange wir uns nicht mehr und mehr von den fleischlichen Begierden distanzieren. Das ist wie wenn wir uns im Streit mit einer anderen Person befinden. Wir finden keine Ruhe und keinen Frieden, weil wir uns gegenseitig immer wieder verletzen. So ist es mit den fleischlichen Begierden. Unsere Seele wird durch die Begierden belastet, sie findet keine Ruhe und leidet unter diesem Umstand des Streits.

Petrus war es wichtig, die damaligen Christen zu ermahnen, sich von den fleischlichen Begierden zu distanzieren, weil das Folgen hat!

Lieber Vater, bitte hilf uns doch, deine Kraft immer mehr in Anspruch zu nehmen, um den fleischlichen Begierden mehr und mehr abzusagen.