Andachten

Vorrechte in der Gemeinde (4/5)

 

…und lasst uns aufeinander Acht geben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken. (Heb 10,24)

Schaut man sich Fußballspiele im TV an, so ist eine Sache an der Seitenlinie immer wieder zu beobachten: Der Trainer feuert sein Team an. Er tut es anders als die Zuschauer auf der Tribüne, denn er ist live im Geschehen involviert und gewissermaßen auch mitverantwortlich für das Ergebnis. Häufig sieht man Trainer auf und ab gestikulieren, teils apathisch schimpfend, teil triumphal die Faust streckend. All diese Handlungen haben eines gemein: Sie speisen sich intrinsisch aus der Dringlichkeit des Ansporns zum Erfolg. Er treibt seine Mannschaft förmlich an, um das Beste aus den Möglichkeiten herauszuholen und wechselt zudem bis zu drei Spieler ein, um den Sieg möglichst sicher einzufahren. Dem ausgewechselten Spieler dankt er umarmend, dem eingewechselten Spieler klopft er nochmals aufmunternd auf die Schultern. All diese Praktiken und emotional geladenen Handlungen zielen darauf ab, das Team anzutreiben.

Doch wie sieht das in der Gemeinde aus? Klopft man uns auf die Schuler oder werden wir klatschend angefeuert? Nicht ganz. Tatsächlich unterscheidet sich das Gemeindeleben vom Fußballfeld. Aber eins haben sie dennoch gemeinsam: Sie leben von Motivation, von Aufmunterung, vom Mut machen!

Der Schreiber des Briefes fordert die Gemeindemitglieder auf, sich zu ermutigen! Der Mensch ist von Gott so konzipiert, dass er ermutigt, getröstet, animiert und teilweise auch förmlich aufgeputscht werden muss, um das gottgegebene Potenzial zu entfalten.
Ein Elia in 1. Könige 19 wurde von einem Engel mit Nahrung zweimal versorgt und Gott ermutigte Elia durch Naturgewalten zum Weitermachen in der Arbeit. Ein Jona wurde ermutigt, indem Gott ihn hat drei Tage im Bauch eines Fisches überleben lassen, um ihm die wahre Größe und die göttliche Leitung vor Augen zu führen.

Wir haben zahlreiche Beispiele in der Bibel, wo Auferbauung zu wirkungsvollen geistlichen Diensten abverlangt wird.

Hat dir schon mal jemand ehrlich gesagt, dass du im Bereich der geistlichen Arbeit etwas „besonders gut“ machst? Dass du etwas herausragend kannst? Dass du in einer Sache besonders herausragend bist?
Wenn ja, dann weißt du, wie wohltuend dies ist – und wie so etwas auch erbaut! Christen haben die Pflicht und das Vorrecht einander zu sagen, wo ihre Stärken im Dienst liegen. Lasst uns dies häufiger tun und uns darin ermutigen, diese Werke im Dienst weiter auszubauen.

Lasst uns ermutigen in guten Werken – denn es ist nicht unser Werk, für welches wir arbeiten.