Andachten

Die Weisheit Gottes

Der Herr hat durch Weisheit die Erde gegründet, und durch Einsicht die Himmel festgestellt. Durch seine Erkenntnis sind hervorgebrochen die Tiefen, und die Wolken träufelten Tau herab. (Sprüche 3,19.20)

In der letzten Andacht haben wir den unschätzbaren Wert der Weisheit betrachtet. In diesen Versen wird dieses Thema nun an einem Beispiel verdeutlicht. Der Fokus wird dabei darauf gelegt, welchen Rang die Weisheit vor Gott hat. Denn die Weisheit war das Prinzip, das Gott in der Erschaffung der Welt geleitet hat, und es auch weiterhin bei der Erhaltung und der Herrschaft über das Universum tut. Ein Beispiel dafür sind die Wasser, die riesige und kraftvolle Fluten erzeugt haben (die Formulierung erinnert an die Sintflut), und das regelmäßige Befeuchten der Erde (Tau kann auch für Regen stehen).

Wenn wir uns die Schöpfung anschauen und all die komplizierten Vorgänge so wie den Wasserkreislauf, das System von Saat und Ernte, die Funktion der menschlichen Organe, das Sonnensystem und die Umlaufbahnen der Planeten bis hin zu den Flügelschlägen einer Hummel, bewirkt das ein großes Staunen in uns – wie unendlich groß muss die Weisheit Gottes sein, durch die er das alles erschaffen hat? Umso erstaunlicher ist es, dass er auch uns an der Weisheit teilhaben lassen will, um ein ihm wohlgefälliges Leben führen zu können. Möge das in uns den tiefen Wunsch bewirken, immer mehr nach Weisheit zu streben. Da es unser Ziel ist, in Gottes Ebenbild umgestaltet zu werden (Röm 8,28ff), sollten wir auch dazu veranlasst werden, der Weisheit nachzujagen.

Die Sprüche (14/100)