Andachten

Die Auferstehung der Ungerechten

so dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und den Propheten geschrieben steht, und die  Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird.
Apostelgeschichte 24,14b-15

Als Christen denken wir gerade um die Osterzeit viel über die Auferstehung nach. Wir werden leuchten wie Sterne und der Glanz des Himmels in der Auferstehung (Dan 12,3). Wir werden wie Christus sein, im Wesen rein, von aller Sünde los. Gott wird unter uns wohnen und alle Tränen abwischen von unseren Augen und der Tod wird nicht mehr sein. Trauer, Geschrei und Schmerz wird es für uns nicht mehr geben wenn unser Gott einmal spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Off 21,3-5).

Doch es gibt einen Aspekt der Auferstehung, der gerne verschwiegen wird. Es bereitet niemandem Freude darüber nachzudenken, dass es Menschen geben wird, die an all dieser Freude und Herrlichkeit keinen Anteil haben – und denoch auferstehen müssen. Die Lehre von der Auferstehung der Ungerechten hat schon oft ungläubige Menschen verhärtet, die nicht glauben, dass Gott Menschen gerechterweise ewig für ihre Rebellion gegen ihn bestraft. Vielen hat diese Lehre jedoch auch im wahrsten Sinn des Wortes „das Leben gerettet“.

Wer sind diese Menschen? Menschen, die Gott als Herrscher ablehnen und seine Gnade verschmähen. Menschen die Gott nicht zu den Bedingungen suchen, die er in seinem Wort vorstellt. Es sind Menschen die nicht nur einmal sondern zweimal sterben müssen! Wie ist so etwas möglich? Jeder weiß, dass er um seinen ersten Tod nicht herumkommt. Aber wie geht es weiter? Nun,  Gottes Wort erklärt uns, dass alle Menschen auferstehen müssen – ja auch Menschen, die sich einfrieren lassen oder sich verbrennen und verstreuen lassen und andere Vorkehrung treffen um einmal nicht aufzuerstehen müssen. Alle Menschen werden auferstehen und müssen vor Gott als ihren Richter treten und werden nach ihren Werken gerichtet. Ja, alle werden gerichtet. Doch dann teilt sich die Masse der Auferstandenen. Da gibt es die, die im Buche des Lebens stehen und dann gibt es die anderen.

Alle die nicht im Buch des Lebens stehen, werden zusammen mit dem Teufel, dem Tod und dem Totenreich in den Feuersee geworfen, der der zweite Tod ist. Hier steigt der Rauch ihrer Qual von Ewigkeit zu Ewigkeit auf (Off 14,11). Eine unpopuläre Wahrheit? Sicherlich. Die deutschen Kirchen haben sich längst davon abgewandt. Doch zum Glück der Gläubigen und zum Schrecken aller, die im Unglauben verharren, hängt die Existenz einer Tatsache nicht davon ab, ob sie geglaubt wird. Jeder Mensch muss auferstehen. Ich auferstehe, um mit Jesus in der Herrlichkeit zu sein. Und du?