Andachten

Schon wieder zurück?

Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn erkennt. Ihr erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
Johannes 14,16.17

Jesus (zum Heiligen Geist):
Schon wieder zurück? Sobald hatte ich dich nicht zurück erwartet. (Joh 14,16.17) Wo hast du denn den Gläubigen gelassen, zu dem ich dich sandte, und der durch dich von neuem geboren wurde? (Joh 3,5)

Heiliger Geist:
Nun, er war so schwach im Glauben, da habe ich ihn verlassen. Er erschien es mir nicht wert, noch bei ihm zu bleiben.

Jesus:
Aber eben dazu habe ich dich doch gesandt. Solltest du nicht ein Beistand sein für den schwachen Glauben dieses Gotteskindes? (Joh 16,7) Habe ich nicht auch durch dich in diesem Menschen eine neue Kreatur erschaffen, eine neue, eine herrliche? (2Kor 5,17)

Heiliger Geist:
Daran habe ich natürlich auch gedacht. Darum habe ich diesen neuen Menschen ebenfalls mit zurückgebracht – es erschien mir nicht angemessen, ihn bei diesem Kleingläubigen zurückzulassen.

Jesus:
Was soll dieser Mensch nun von uns halten? Hatte ich ihm nicht in meinem Wort zugesagt, dass ich ihn durch dich, den Geist der Verheißung (Eph 1,13) versiegeln würde auf den Tag der Erlösung hin (Eph 4,30) und ihm dich als Anzahlung zu geben? (2Kor1,22)

Heiliger Geist:
Nun, das hatte ich nicht bedacht.

Jesus:
Wie konntest du ihm früher bezeugen, dass er Kind Gottes ist, wo du ihn doch nun verlassen hast? (Röm 8,16) Ich erinnere mich noch gut, wie du für ihn einstandest mit unaussprechlichem Seufzen vor meinem Vater. (Röm 8,26.27)
Sollte dieser Mensch nicht gerade dadurch erkennen, dass ich in ihm bleibe, dadurch, dass ich dich in ihn gesandt habe? (1Joh 3,24; 4,13)

Heiliger Geist:
Da hast du sicherlich recht, doch glaube mir: Er war es nicht wert, das ich bleibe! Habe ich ihn denn nicht genau erforscht? (Röm 8,27)

Jesus:
Dass du nun schon zurück bist, stellt uns noch vor ganz andere Probleme! Habe ich nicht versprochen, den Ungerechtigkeiten eines Erlösten gnädig zu sein, seiner Sünde nie mehr zu gedenken und seine Sünde in die Tiefen des Meeres zu werfen? (Hebr 8,12)

Heiliger Geist:
Oh, das ist kein Problem. Ich erforsche alles, ich werde auch seine Sünde wieder finden, selbst wenn sie im tiefsten Meer liegt. Was würden wir ihm sonst vorhalten am Tag des Gerichts vor deinem weißen Thron?

Jesus:
Das ist doch nicht die Lösung! Erinnerst du dich denn nicht, dass sein Name in dem Buch des Lebens des geschlachteten Lammes steht? Und das schon vor Grundlegung der Welt (Offb 17,8)? Dieses Buch können wir nicht ändern!

Heiliger Geist:
Nun, da hast du recht. Man könnte dich anklagen, dass du dein Wort nicht einhältst. Wie würde dich das verunehren. Das einfachste wird sein, wenn ich zurückgehe und bei diesem Menschen in Ewigkeit bleibe.

Sollte dies unser Gott sein, der Pläne und Zusagen ändern muss? Sollte unser Gott nicht alles halten, was er uns in seinem Wort zugesagt hat? In seinem Heiligen Geist wurden wir versiegelt auf den Tag der Erlösung hin und er bleibt in uns, wie Christus es uns versprochen hat. Kein Gläubiger geht jemals verloren, denn welche Schande brächte dies auf den Namen unseres Gottes? Seine Gnadengaben und Berufung sind unbereubar (Röm 11,29). Lobpreis sei unserem großen Gott dafür – jetzt, in dieser Zeit, und einst in alle Ewigkeit!

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