Andachten

Achte auf die Lampe

Und so besitzen wir das prophetische Wort umso fester, und ihr tut gut, darauf zu achten als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht. (2.Petrus 1,19)

Diesem Vers geht voraus, dass Petrus seine Glaubwürdigkeit als Apostel Jesu Christi hervor hebt. Er sagte nämlich, dass er keinen ausgeklügelten Fabeln gefolgt ist (V. 16). Denn das war nichts unübliches bei den Juden, dass sie irgend welchen vermeintlich gut anhörenden Fabeln von Schwätzern oder Philosophen nachjagten (vgl. Tit 1,14). Petrus bekräftigt, dass das bei ihm nicht der Fall war, denn alles, von dem er zeugt, hat er mit eigenen Augen gesehen (vgl. V. 18). Also wir haben es bei den Worten der Apostel mit Augenzeugenberichten zu tun. Keine ausgedachten, schön klingenden Geschichten. Deshalb kann Petrus auch sagen, dass wir das prophetische Wort umso fester besitzen. Denn das, was die Propheten viele Jahre vorher prophezeiten, deckt sich nun 1:1 mit dem, was Petrus und die anderen Apostel erzählen. In Jesus haben sich viele Prophetien erfüllt.

Bezüglich unseres heutigen Verses nun eine Frage: Was machst du, wenn es stockdunkel draußen ist und du nur eine einzige Lampe besitzt? Ich denke jeder von uns würde mit allem was er hat, diese Lampe, so gut wie es nur geht schützen, damit sie ja nicht ausgeht. Ihr immer wieder Öl nachgießen, damit sie auch ja weiterhin brennt. Denn was passiert, wenn diese Lampe aufhört zu brennen? Wir werden orientierungslos. Wir haben keine Ahnung mehr, wo wir hingehen und welches der richtige Weg ist. Dann fühlt sich jeder Weg gleich an und wir wissen nicht mehr, welcher der richtige ist. Wir sind auch viel anfälliger für Überfälle, da wir kurzsichtig sind und somit eine leichte Beute. Wir haben Angst, Zweifel und Sorgen.

Ich denke Petrus bringt diese Metapher nicht ohne Grund. Das Szenario mit der Lampe, lässt sich wunderbar auf unser geistliches Leben übertragen. Wenn Gottes Wort nicht mehr brennt, wenn das Wort Gottes nicht mehr unser Licht ist, wissen wir nicht mehr, ob wir den richtigen Weg gehen, weil wir ihn nicht mehr prüfen können. Wir sind auch schutzlos vor Irrlehren, die uns Schaden bringen. Zudem haben wir mit Ängsten, Sorgen und Zweifeln zu kämpfen, da wir nicht wissen, wo wir hin können, um diese abzulegen. 

Möge es uns doch immer bewusster werden, dass wir in einer dunklen Welt leben, bis Jesus Christus unser Morgenstern wieder kommt. Solange Jesus nicht wieder gekommen ist, brauchen wir nichts nötiger als das Wort Gottes, welches uns hier auf Erden als Licht, Schutz und Wegweiser fungiert.