Andachten

Die selbstzerstörerische Kraft der Sünde

Denn vor den Augen des Herrn sind eines jeden Wege, und alle seine Bahnen wägt er ab. Seine [eigenen] Ungerechtigkeiten werden ihn, den Gottlosen, fangen, und in den Fesseln seiner Sünde wird er festgehalten werden. Sterben wird er, weil ihm Zucht mangelt, und in der Größe seiner Torheit wird er dahintaumeln. (Sprüche 5,21-23)

Nach der eindringlichen Bahnung vor sexueller Unmoral gibt der Lehrer nun einige Gründe, warum es absolut unweise ist, sich auf Wege zu begeben, die ausdrücklich dem heiligen, offenbarten Willen Gottes entgegenstehen. Diese Verse bringen alles bisher Gelernte in den Zusammenhang des lebendigen Gottes. Gott wacht über alles Leben der Menschen, stellt es auf den Prüfstand und zieht früher oder später die Konsequenzen. Diesem prüfenden Blick Gottes kann kein Mensch sich entziehen – auch wenn das vielleicht die leise Hoffnung von vielen Menschen ist. Der Schüler muss sich der Allwissenheit Gottes bewusst werden, wenn er über sein eigenes Handeln nachdenkt.

Außerdem wird deutlich, dass die Konsequenzen für sündiges handeln in der Sünde selbst liegen. Wie David es an anderer Stelle ausdrückt: „Es stinken, es eitern meine Wunden wegen meiner Torheit.“ (Psalm 38,6) Im letzten ist Sünde immer auch gegen sich selbst gerichtet da ihre Natur zerstörend und krankmachend ist. Sich von seiner Ehefrau abzuwenden, macht einen unfähig, zu lieben und Beziehungen zu führen und raubt einem die Freude. Hass und Unfreundlichkeit bringt einem nur Feinde ein und stürzt einen in soziales Unglück. Es gibt unzählige weitere Beispiele, die dieses Prinzip bestätigen.

So weit kommt es aber nur, weil ein Mensch die göttliche Zurechtweisung verwirft und meint, er sei schlauer oder er komme alleine zurecht. So dachte auch das Volk Israel immer wieder und Gott urteilt: „Mein Volk wird vertilgt aus Mangel an Erkenntnis. Weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, dass du mir nicht mehr Priesterdienst ausübst; und du hast das Gesetz deines Gottes vergessen: So werde auch ich deine Kinder vergessen.“ Auch Paulus warnt die Gemeinde in Ephesus vor einer solchen Einstellung: „Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, dass ihr fortan nicht wandelt, wie auch die Nationen wandeln, in Eitelkeit ihres Sinnes, verfinstert am Verstand, entfremdet dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens, die, da sie alle Empfindung verloren, sich selbst der Ausschweifung hingegeben haben, um alle Unreinheit mit Gier auszuüben.“ (Eph 4,17-19)

Denke bei deinem Handeln heute an die selbstzerstörerische Kraft der Sünde und denke daran, dass Gott alle Wege prüft und Einblick hat in deine innersten Gedanken und Gefühle. Lege ihm deshalb alle deine Schwachheiten hin und bitte ihn um Bewahrung vor dem Bösen, der dich immer wieder zur Sünde verleiten will.

Die Sprüche (23/100)