Andachten

Die herrlichste Verordnung Gottes

Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erlangen des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut!
1. Thessalonicher 5,9-11
Die größten Geheimnisse, mit denen wir uns als Christen beschäftigen können, sind die Verordnungen Gottes. Eine der Verordnungen Gottes ist aus menschlicher Sicht besonders herrlich. Wir sind die Nutznießer dieser Verordnung, ohne etwas hinzutun zu können.
Der Mensch hatte in Adams Sünde seine ewige Bestimmung eingebüßt. Statt Gottes Gegenwart und ewige Gemeinschaft mit ihm, erwartete ihn nun Gottes Gericht: der Zorn und ewige Verdammnis. Doch für Gott war der Sündenfall kein Unfall. Er war nicht das unlösliche Problem, nein, Gott gebrauchte den Sündenfall um sowohl seine unendliche Heiligkeit und Gerechtigkeit als auch seine Liebe zu den Menschen zu offenbaren.
Gott selbst bestimmt Menschen zum Erlangen des Heils, dass er durch Jesus Christus schaffen würde. Statt den Zorn Gottes erleiden zu müssen, bestimmt Gott unsere Rettung. Schon vor Grundlegung der Welt war dieser Plan gefasst:
Wir aber müssen Gott allezeit für euch danken, vom Herrn geliebte Brüder, dass Gott euch von Anfang an erwählt hat zur Rettung in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit, wozu er euch auch berufen hat durch unser Evangelium, zur Erlangung der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus.
2. Th 3,12
Gott erwählte uns, um an uns seine Herrlichkeit zu zeigen und beruft uns in der Erwählung sogar dazu, einmal die Herrlichkeit Jesu zu tragen. Durch Jesus Christus sind wir zum Erlangen des Heils bestimmt und wir wissen, dass uns weder Leben noch Tod, noch sonst irgendetwas scheiden kann von Gottes Liebe zu uns. Wir werden in Ewigkeit leben, denn Gott garantiert uns dies! Welche Liebe!
Was ist die einzig richtige Reaktion auf diese unfassbare Wahrheit? Nun, wir sollen uns mit diesen Worten ermahnen und ermuntern. Sie helfen uns auf unserem Weg mit Christus. Zum anderen sollen wir uns auch bewusst machen, dass die Erwählung zur Rettung auch die „Heiligung des Geistes in Glauben und Wahrheit“ umfasst. Niemand erhält durch die Erwählung einen Freibrief zur Sünde, denn Gott koppelt diese mit der Wiedergeburt und dem Empfang seines Geistes. Beides verändert uns grundlegend und wir werden eine neue Kreatur. Von nun an wollen wir aus Dankbarkeit mit einem neuen Willen ganz Christus hingeben und nicht mehr für die Sünde und uns selber leben. Ist Christus es nicht wert? Wir können es Gott niemals vergelten, dass wir die Begünstigten seiner wunderbaren Verordnungen sein dürfen. Doch lasst uns aus Dankbarkeit gerne für ihn und aus seiner Kraft leben.