Andachten

Wie unser Essenskult die Verdorbenheit des Menschen offenbart

Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein [dienen]; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles.
1. Mose 9,3

Oft sind auch wir Christen uns nicht bewusst, wie sehr unsere Weltanschauung von weltlichen Haltungen geprägt ist. Ein auch unter Christen häufig kontrovers diskutiertes Thema ist das Thema „Essen“. Gesunde Ernährung, Vegetarismus und Veganismus sind Ersatzreligionen unserer Zeit geworden, wie selbst ungläubige Journalisten feststellen.

Doch wie sind diese Themen von der Bibel her zu beurteilen? Und in welcher Weise offenbart der Trend unserer Zeit die Bosheit des menschlichen Herzens?

Zunächst zu der ersten Frage. Der heutige Vers stammt aus Gottes Rede an Noah, als er nach der Sintflut einen Bund mit Noah schließt. Ausdrücklich gibt Gott hier dem Menschen zusätzlich zum grünen Kraut auch alle lebenden Wesen zur Nahrung. Für das Volk Israel wurde der Kreis der essbaren Tiere durch die Speisegebote Moses eingeschränkt. Den Heidenchristen werden jedoch diese Beschränkungen nicht auferlegt (s. Apg. 15). Gottes ausdrücklicher Wille nach der Sintflut war es, das der Mensch die Tiere als zusätzliche Speise zu seiner bisherigen Nahrung erhält. Tiere zu schlachten und zu essen ist somit ausdrücklich erlaubt.

Kommen wir zum zweiten Punkt: Wie zeigt unsere heutige Haltung zu diesem Thema die Verdorbenheit unserer Herzen? Nun, im Vers 6 desselben Kapitels spricht Gott davon, dass die Ermordung eines Menschen aus seiner Sicht ein todeswürdiges Vergehen darstellt. Die Menschen selbst mussten einen Mörder hinrichten, weil er einen Menschen getötet hatte, der in Gottes Ebenbild geschaffen ist (9,6).

Tiere als Nahrung, aber das absolute Verbot der Ermordung eines Menschen stehen in unserem Text direkt nebeneinander. Man kommt nicht umhin, die genaue Pervertierung beider Gebote in unserer Gesellschaft zu beobachten:

Zum einen begegnen uns die endlosen Kampagnen von Menschen, die uns glauben machen wollen, Fleisch zu essen sei Mord, umweltschädlich und unmenschlich. (Hierbei spreche ich nicht übertriebenen Fleischkonsum an).

Zum anderen haben aber dieselben Menschen überhaupt kein Problem damit, menschliches Leben zu töten, ja das Recht auf Abtreibung soll geltendes Gesetz werden. Tiere essen wird zu Mord umgedichtet und der Mord an Kindern, die Gottes Ebenbild tragen wird als Befreiung, Menschlichkeit und Frauenrecht definiert. All dies verspottet Gottes klare Anweisungen, die er uns in der Bibel gibt und versucht diese auf den Kopf zu stellen.

Wir sollten als Christen sehr vorsichtig sein, wem wir Gehör schenken. Lassen wir uns doch nicht für die Ideologie von Menschen einspannen, die nur eins im Sinn haben: Gottes Verordnungen pervertieren. Abtreibung bleibt Mord und Fleischkonsum ist ein von Gott verordneter Teil unserer Nahrung.

Auch unsere Gemeinden zeugen davon, dass wir glauben es besser zu wissen als Gott. Doch das wird niemals der Fall sein, egal wie populär gewisse Anschauungen in dieser Welt sind. Im Zweifel glaube immer dem Wort Gottes und sitze nicht leichtfertig den Ideologien dieser Welt auf. Verdrehungen der Gebote Gottes sind seit dem Sündenfall Kennzeichen des menschlichen, bösen Herzens, doch Christen hören auf Gottes Wort und glauben was er sagt, egal ob dies gerade populär ist, oder nicht.