Andachten

Das eigentliche Anliegen

Und nun, Herr, sieh an ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort zu reden mit aller Freimütigkeit,
‭‭Apostelgeschichte‬ ‭4,29

Heute kommen wir zu dem eigentlichen Anliegen des Gebetes der Gemeinde. Bisher sahen wir, dass die Gemeinde im Bewusstsein eines Despoten Gottes lebte – Gott ist ein absoluter Herrscher. Weiter sahen wir, dass die Gemeinde zu einem Gott betete, der nur darüber lachen könnte, wenn die ganze Heeresmacht der Welt gegen Ihn rebellieren würde, denn dieser Gedanke ist so absurd, da diese Heeresmacht nicht den Hauch einer Chance hätte. Zudem sahen wir letzte Woche, dass die Gemeinde sich auch im Klaren bezüglich der Souveränität Gottes war. Gott lenkt das ganze Weltgeschehen. Sein von Anbeginn der Zeit perfekt durchdachter Plan zieht sich durch.

Wir können hier erkennen, dass bevor die Gemeinde zu ihrem eigentlichen Anliegen kommt, sie unseren wunderbaren Gott preist für das, was Er ist. Und dieses dürfen wir auch lernen für unsere Gebete. Wir sollten Gott in unseren Gebeten ebenfalls preisen für das, was Er ist, denn sein Wesen lässt nichts anderes zu als Lobeshymnen darüber zu singen und einfach nur zu staunen.

Nun zu ihrem Anliegen. Sie beteten um Freimütigkeit das Wort Gottes weiter zu sagen, auch während diesen gegenwärtigen Drohungen.
Ich möchte bezüglich dieses Anliegens lediglich drei Fragen stellen.
Ist es uns noch ein Anliegen Gottes Wort weiterzugeben? Haben wir den Befehl den Jesus allen seinen Jüngern gibt (Mt 28,19-20) auf dem Schirm? Oder sind wir in dieser Hinsicht einfach nur ungehorsam auf Kosten der Menschen um uns herum?

Möge doch dieses Gebetsanliegen der Gemeinde auch zu unserem werden, damit auch wir immer freimütiger Gottes Wort verkündigen und das ebenfalls wider allen Umständen, damit Menschen vor dem ewigen Höllenfeuer gerettet werden können.