Andachten

Was das Gesetz Moses nicht konnte

So sei es euch nun kund, ihr Brüder, dass durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet.
Apostelgeschichte 13,38

Durch alle Generationen von Christen hindurch gab es Gruppierungen, die behaupteten, dass man durch das Gesetz oder zumindest auch durch das Gesetz des Mose gerechtfertigt werden könnte. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, kommt er doch in einem gottesfürchtigen Kleid und sehr moralisch daher. Gottes Wort lässt jedoch keinen Zweifel darüber aufkommen, wozu das Gesetz gegeben war und was seine Grenzen sein sollten.

Zunächst wissen wir aus dem Neuen Testament, dass das Gesetz als Lehrmeister oder Erzieher auf Christus hin gegeben wurde (Gal. 3,24) und durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde (Röm. 3,20). Doch warum ist das so? Paulus weist uns in Apostelgeschichte 13 darauf hin, dass die Rechtfertigung nur in Jesus geschehen kann, jedoch nicht durch das Gesetz Moses. In Galater 3 erklärt er zudem, dass wenn das Gesetz wirklich gerecht machen könnte, die Gerechtigkeit auch wirklich aus dem Gesetz käme (Gal. 3,21). Im Hebräerbrief wird uns gezeigt, dass der Bund mit Mose (das Gesetz) nicht in der Weise vollkommen war, dass es seine Diener rechtfertigen konnte. Darum wurde Raum für einen neuen, einen besseren Bund gesucht (Hebr. 8,6-13).

Das Gesetz konnte uns nicht rechtfertigen, weil kein sündiger Mensch in der Lage war, alles zu halten was das Gesetz verlangte. Niemand konnte das und jeder der ein Gebot brach, dem wurde das so angerechnet, als hätte er alle Gebote gebrochen. Wie sehnten sich die Menschen, die Gott gefallen wollten danach, dass Gott ihnen einen Weg zeigt, wie sie mit ihm ins Reine kommen können. Und diesen Weg schuf Gott mit dem neuen Bund. Das Gesetz wurde in Christus vollständig erfüllt und gilt für die Gläubigen nicht mehr. (Das ganze Gesetz gilt nicht mehr, auch wenn es Elemente gibt, die auch Teil des neuen Bundes geworden sind. Diese gelten selbstverständlich auch für Christen).

Aber Gott tat noch mehr, als nur in Christus alles zu erfüllen und zum Ende zu bringen:

Denn dies ist der Bund, den ich dem Haus Israel errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Meine Gesetze gebe ich in ihren Sinn und werde sie auch auf ihre Herzen schreiben; und ich werde ihnen Gott und sie werden mir Volk sein.
Hebräer 8,10

Gott selbst schreibt seinen Willen seinem Volk in Sinn und Herz. Die Bibel sagt sogar, dass dem Menschen statt seines steinernen Herzens ein neues Herz gegeben wird, das nun zum ersten Mal in der Lage ist Gott zu gefallen (Hesekiel 36,16ff und Jeremia 31,31-33). Zudem gibt Gott seinen Heiligen Geist in uns, der uns erzieht, belehrt und dazu stärkt so zu leben, wie Gott es von uns möchte und für uns vorgesehen hat. Wie wunderbar! Allein dank Gottes Gnade können wir nun Gott gefallen. Mose Gesetz hatte dies nicht vermocht. Vielmehr musste jeder daran verzweifeln, dass für Ungehorsam schreckliche Flüche angekündigt wurden.

Doch in Jesus Christus ist dem Glaubenden vergeben. Er ist gerechtfertigt und muss keine andere Quelle der Rechtfertigung mehr suchen. Aber nicht nur das, Gott hat in ihm ein neues Werk begonnen, dass er auch vollenden wird! Welche Gnade! Ihm sei die Ehre.