Andachten

Die zehn Gebote (3/10)

Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht zu Eitlem aussprechen; denn Jehova wird den nicht für schuldlos halten, der seinen Namen zu Eitlem ausspricht. (‭2. Mose‬ ‭20,7)

Heute morgen soll es um den Namen unseres Gottes – Jehovas – gehen, der nicht verunehrt werden darf!

In der jüdischen Tradition hat man aus Respekt vor diesem Gesetz den Namen “JAHWE” gar nicht genannt und stattdessen “Ha-Schem” (=der Name) gesagt (Georg Plasger). Oder man sprach Gott mit dem Wort “Adonai” (=Meister) an, welches die Tatsache betont, dass Gott als der Befreier aus Ägypten das Recht hat, über sein Volk und über das Universum zu herrschen. Aber Gottes Bundesname -JAHWE-, wurde wie schon erwähnt, aus Respekt zu dem dritten Gebot, nicht ausgesprochen (John MacArthur).

An dem Verhalten des Volkes Gottes können wir schon mal erahnen, dass wir es nicht mit einem normalen Namen zu tun haben. Denn wenn Gott sich durch seinen Namen zu erkennen gibt, weist dieser immer, wenn wir ihn nennen, auf ihn höchstpersönlich hin. Also es geht nicht mehr um eine Kreatur, wie wir es sind, die von Gott geschaffen wurde, sondern es geht nun um den Schöpfer selber. Dessen müssen wir uns immer bewusst sein, wenn wir Gottes Namen in irgendeiner Form verwenden, dass wir ihn immer höchstpersönlich miteinbeziehen.

Ich möchte nun 2 Punkte ausgehend aus diesem Gebot nennen, die wir heute in den Alltag mitnehmen dürfen. Einen Punkt, der uns in tiefe Dankbarkeit führen soll und einen weiteren Punkt, der uns in die Pflicht nehmen sollte.

Erstens, wir dürfen uns bewusst sein, wenn wir seinen Namen anrufen, dass Gott auch auf diesen Namen hört. Denn Gott hat uns Menschen zuerst angesprochen aber jetzt dürfen wir ihn auch namentlich ansprechen. Seine Namen sind nun die einleitenden Worte, für ein darauf folgendes Gespräch mit ihm. Wie schön ist es, dass Gott sich selbst preisgibt, indem er seine Namen uns kund tut. Welch wunderbares Vorrecht ist es doch, ihn beim Namen nennen und somit eine viel vertrautere Beziehung zu ihm führen zu dürfen. Wir müssen nicht irgendwelche Einleitungsworte suchen, sondern wir dürfen ihn direkt bei seinem Namen ansprechen.

Zweitens sagt dieses Gebot nicht nur, dass wir Gottes Namen nicht verunehren sollen, sondern im Umkehrschluss erklärt es, dass wir ihn ehren sollen. Also wir sollen seinen Namen ehren, anrufen, preisen, verteidigen, predigen und loben. Jesus lehrte die Jünger auch nicht umsonst, dass sie beten sollen “geheiligt werde dein Name” (Mat 6,9). Dieser Name muss uns heilig sein! Es muss uns wehtun, wenn dieser Name in Verruf gerät, weil Gott höchstpersönlich hinter diesem Namen steckt.

Wir müssen uns bewusst sein, was dieses Gebot uns sagen will. Es geht hier nicht um irgendeinen Namen. Es geht um Gottes Namen. Und somit darf kein Name, der auf Gott hinweist, von uns entehrt werden!

Abschließend eine Frage zum nachdenken. Warum tut es uns so weh, wenn jemand schlecht über unsere Mutter, Frau, Kinder etc. redet aber wenn jemand schlecht über Gott redet oder seinen Namen entehrt, oftmals nicht?