Andachten

Und die ganze Schöpfung applaudiert…

Die Sünder sollen verschwinden von der Erde und die Gottlosen nicht mehr sein. Preise den HERRN, meine Seele! Halleluja!
Psalm 104,35

Der 104. Psalm ist ein wunderschöner Psalm. Er beginnt mit einem Lobpreis Gottes und einer bildreichen Beschreibung des Wirkens Gottes. Gott selbst ist es, der die Welt erschaffen hat, in allen Facetten, mit allen Naturgewalten und -wundern. Er gebietet über Engel, die ihm dienen – feurige Flammen. Gott ist es, der die Erde gegründet hat und vor seiner Donnerstimme erzittert sie. Gott ist es, der allem seinen Platz und seine Grenzen angewiesen hat. Nichts und niemand kann diese Grenzen überschreiten. Gott gibt den Regen, damit alles wächst und Menschen und Tieren zur Nahrung dienen kann.

Der Mensch hat seinen Platz im Werk Gottes, Gottes unglaubliche Weisheit leuchtet überall aus der Schöpfung und der Ordnung aller Dinge hervor. Essen und Trinken, alles Gute kommt von Gott. Verbirgt er sein Angesicht, zerfällt alles zu Staub, der Mensch tut seinen letzten Atemzug – und ist nicht mehr (Vers 29).

Der Lobpreis Gottes und die Anbetung seiner Majestät erreicht einen Höhepunkt in den Versen 31-34. Der Psalmschreiber hofft, dass Gott seine Worte wohlgefallen; er singt gerne für seinen Gott. Gott selbst wird sich ewig an seinen Werken erfreuen. Der Vers 34 drückt die Freude aus, die der Schreiber in seinem Gott empfindet und immer empfinden wird. Doch leider hört der Psalm nicht an dieser Stelle auf.

Auf einmal mischt sich ein Missklang in die Beschreibung der Größe und Herrlichkeit Gottes. Der Blick wird auf die Sünder und die Gottlosen gerichtet, die inmitten der schönen Werke Gottes existieren. Welcher Kontrast zu der bisherigen Beschreibung. Es missfällt dem Leser, auf einmal von dieser Finsternis zu lesen. Gottlosigkeit und Sünde müssen ihn verärgern angesichts der Schönheit und Vollkommenheit, von der er bisher gelesen hat.

Es überrascht nicht, welche Aussage der Schreiber über die Sünder trifft. Sie sollen verschwinden von der Erde und die Gottlosen sollen nicht mehr sein! Nichts soll mehr existieren, als nur die herrlichen Werke Gottes, an welchen Gott sich ewig freuen kann. Man stellt sich bildlich vor, wie die Gottlosen durch Gottes Heiligkeit und Zorn hinweggefegt werden. Sie verschwinden und sind nicht mehr – und man will applaudieren. Es ist, als ob alle zuvor genannten Werke Gottes aufatmen und sich freuen, dass Gott nun endlich die Gottlosen beseitigt hat.

Angesichts der Vollkommenheit Gottes ist es völlig normal, dass ein Christ sich wünscht, dass alle Gottlosigkeit und Sünde ein für alle mal ein Ende hat. Und das wird sie. Einmal, am Tag des letzten Gerichts wird Gott alles hinwegfegen, was nicht seiner eigenen Heiligkeit entspricht. Für den Christen wird dies ein herrlicher Tag sein, doch für den, der keinen Frieden mit Gott hat, der gottlose Sünder, wird dies furchtbar sein. Gott selbst wird dafür sorgen, dass alles Sündige einmal von der Erde verschwindet. Und alle Geschöpfe Gottes und die Seinen werden Gott dafür loben, dass er endlich alles vernichtet hat, was gegen ihn rebellierte.

Ich freue mich auf diesen Tag. Solltest du noch nicht zu denen gehören, die Frieden mit Gott haben, dann ist jetzt noch Gnadenzeit für dich. Gottes Vergebung steht immer noch bereit. Doch nimmst du sie nicht an, wird einmal das letzte was du hörst der Applaus der Schöpfung Gottes sein, die Gott dafür dankt, dass er dich endlich von der Erde entfernt hat. Es geht um Gottes Herrlichkeit und seine Ehre. Er wird keine Kompromisse machen, sondern alles wiederherstellen zu seiner Ehre. Überlege dir gut, auf welcher Seite des Geschehens du einmal stehen möchtest.