Andachten

Joseph – ein Typus auf Jesus hin (6)

Da sagte Israel zu Joseph: Weiden nicht deine Brüder bei Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden! Er aber sagte zu ihm: Hier bin ich. (Gen 37,12)

Letzte Woche sahen wir, dass sowohl Josephs Brüder, als auch die gesamte Menschheit aufgrund ihrer eigenen Sünde in Gefahr sind. Wir sahen, dass die Feinde der Brüder die Kanaaniter und die Perisiter waren, also alle umliegenden Dörfer. Wir sahen bei der Menschheit, dass der Feind nicht irgendein Dorf ist, sondern Gott höchst persönlich.

Was war nun die Reaktion auf die Gefahr der Brüder, in der sie sich befanden? Jakob sandte seinen geliebten Sohn Joseph, damit er nach ihrem Wohlergehen schaut. Damit er ihnen falls nötig, zur Hilfe eilen kann. Also Jakob schickte seinen geliebten Sohn ebenfalls in diese Gefahrenzone hinein.                                                                                    Was war die Reaktion Josephs auf diesen Befehl? Joseph sagte sofort zu. Er war sofort bereit, das Haus seines Vaters zu verlassen, um nach seinen Brüdern zu schauen. Wohl wissend um die Gefahr, war er dennoch dem Befehl seines Vaters gehorsam. Joseph war bereit den Ort “Hebron” in dem sie lebten, was “Gemeinschaft” heißt, zu verlassen.

Dieses Verhalten erinnert uns doch stark an den Vater im Himmel und Jesus. Denn wir lesen:

  • Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. (Joh 4,34)                                                            
  • Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. (Joh 8,42)
  • als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz, (Gal 4,4)
  • Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. (1. Joh 4,14)

Jesus wurde ebenfalls von seinem Vater gesandt, weil der Vater um die Gefahr Bescheid wusste, in der sich die Menschheit befindet. Gott wusste, wenn nichts passiert, muss er die gesamte Menschheit wegen ihrer Sünden gerecht richten. Er muss uns Menschen auf ewig verdammen, weil wir nichts anderes verdient haben.                                                        An den oben zitierten Versen sehen wir, dass Jesus ebenfalls bereitwillig ging. Er verließ das perfekte “Hebron”, Jesus verließ die perfekte “Gemeinschaft” mit dem Vater und dem Heiligen Geist. Jesus verließ den wunderbarsten Ort des ganzen Universums, nur weil wir Menschen ein Problem haben.

Wir sahen heute, dass sowohl Joseph als auch Jesus von ihrem Vater gesandt wurden, weil beide Väter um die Gefahr Bescheid wussten. Und beide, Joseph und Jesus gingen gehorsam. Ich denke insbesondere für den Gehorsam Jesu können wir heute morgen nochmals neu danken, dass er den wunderbarsten Ort des Universums verlassen hatte, weil wir in Gefahr sind. Er sah unsere Not und ging daraufhin gehorsam los.

Dank sei ihm dafür!