Andachten

Joseph – ein Typus auf Jesus hin (7)

Als sie ihn von ferne sahen und bevor er sich ihnen genähert hatte, da ersannen sie gegen ihn den Anschlag, ihn zu töten. (1. Mo 37,18)

Letzte Woche sahen wir, dass Joseph von seinem Vater befohlen wurde, nach seinen Brüdern und den Schafen zu schauen. Joseph willigte daraufhin sofort ein und begab sich auf den Weg. Er machte sich auf den Weg, der aufgrund der Sünde seiner Brüder, zu einem gefährlichen Weg wurde. Denn die umliegenden Dörfer trachteten Jakob und seinem Haus ums Leben und somit auch um Josephs Leben. Dieser oben genannte Vers sagt uns, dass kurz bevor Joseph bei ihnen angekommen war, seine Brüder ihn schon von weitem gesehen hatten. Von dem Zeitpunkt an, wo sie ihn von weitem das erste Mal erblickten, bis zu dem Zeitpunkt, als er bei ihnen ankam, hatten sie gemeinsam überlegt, ihn zu töten.

Erinnert und das nicht auch wieder sehr stark an Jesus, denn Johannes sagte einmal:

Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an;  (Joh 1,11)

So wie Joseph von den Seinen, seinen Brüdern, nicht aufgenommen wurde, wurde Jesus von den Seinen nicht angenommen. Die Seinen, die Juden, Jesu erwähltes irdischen Volk nahm ihn nicht auf. Und im weiteren Sinne können wir das auch auf die gesamte Menschheit beziehen, denn es ist wahr, dass der größte Teil der Menschheit ihn verwarf und immer noch verwirft. Ist das nicht unfassbar? Jesus kommt in sein Eigentum, in die Welt, die er selber erschaffen hatte und die Welt will ihn nicht! Sie nimmt ihn nicht auf!

Ich möchte an dieser Stelle nochmals zusammenfassen, was wir bisher festgestellt haben, um dieses elendige Verhalten von uns Menschen nochmals zu verdeutlichen.

Jesus, der, der es nicht nötig hatte, diese Erde zu betreten kam, weil sein Vater es wollte. Denn der Vater sah, dass die Menschheit in Gefahr ist. Er sah, dass wenn nichts passiert, er die ganze Welt verdammen muss, wegen ihrer unendlichen Rebellion gegen ihn selber. Jesus ging daraufhin los, er verließ die perfekte Gemeinschaft mit Gott dem Vater und dem Heiligen Geist, damit er den Menschen zu Hilfe eilt und was machen die Menschen daraufhin? Sie wollen ihn NICHT! Sie nehmen ihn NICHT auf!

Ich denke, wir können heute Jesus ganz bewusst danken, dass er diese unglaubliche Undankbarkeit und Verderbtheit ihm gegenüber dennoch in Kauf genommen hatte und auch heute noch nimmt.