Andachten

Zitat der Woche: „Ich bin nicht der, der ich sein sollte, …“

Ich habe neulich in einem Buch von Mark Dever ein wunderschönes Zitat von John Newton gelesen, das tiefen Trost für die bieten kann, die mit Zweifeln an ihrer Errettung zu kämpfen haben. Ich möchte es im Folgenden mit seinem Kontext wiedergeben:

[Es gibt] das Problem, dass es Menschen gibt, die meinen sie seien nicht bekehrt, obwohl sie es tatsächlich sind. Ja, solche Menschen gibt es. Sie wissen, dass die Bibel lehrt, dass Christen nicht der Sünde verfallen, und das heißt, dass sie jedes Mal, wenn sie sündigen, die Anklage des Teufels spüren. Sie neigen dann dazu, ihm darin zuzustimmen, dass sie vielleicht gar keine wahren Christen sind. Doch mein lieber, zweifelnder Freund: Wenn das auf Sie zutrifft, wenn sie allzu rasch den Anklagen des Teufels zustimmen, wenn sie sündigen, dann möchte ich sie drängen, das Wissen um Gottes Güte für Sie, das gute Werk, dass er in Ihrem Herzen getan hat und das vielleicht sogar Ihre Freunde in Ihnen wahrgenommen haben, nicht gar so schnell fallenzulassen. […] Das wahrhaftig veränderte, wahrhaftig bekehrte, wahrhaftig christliche Herz kann mit John Newton sprechen: „ich bin nicht der, der ich sein sollte. Ich bin auch nicht der der ich sein möchte. Ich bin auch nicht der, der ich zu sein hoffe. Doch ich kann ehrlich sagen: ich bin nicht mehr der der ich einmal war. Durch die Gnade Gottes bin ich der, der ich bin.“

Dever, Mark. 9 Merkmale einer gesunden Gemeinde, S. 106-107