Andachten

Joseph – ein Typus auf Jesus hin (12)

Wir haben beide einen Traum gehabt“, erwiderten sie, „aber es gibt niemand, der ihn deuten kann.“ Da sagte Joseph: „Deutungen sind Gottes Sache. Erzählt mir doch!“
‭(‭1. Mose‬ ‭40,8)

Joseph befindet sich nach der Falschaussage der Frau des Potifars zu unrecht im Gefängnis. Hierin trifft er dann auf den ehemaligen Bäcker und Mundschenk des Königs, die aus nicht bekannten Gründen, zurecht im Gefängnis saßen. Dann, eines Nachts, hatten diese Beiden jeweils einen Traum, den sie selber nicht deuten konnten. Joseph, der mittlerweile durch seinen gerechten Wandeln zum Oberwächter in dem Gefängnis befördert wurde, kam an diesem Morgen zu diesen Beiden in die Zelle und merkte, dass etwas nicht mit ihnen stimmte. Daraufhin erzählten sie ihm von seinen Träumen und Joseph deutete ihnen die Träume durch die Kraft Gottes.

Seine Deutung der Träume war, dass der Mundschenk in drei Tagen wieder in seine ehemaligen Stellung zurückversetzt wird und der Bäcker hingegen sollte hingerichtet werden. Genauso wie Joseph die Träume gedeutet hatte, traf es dann auch ein. Der Mundschenk durfte wieder seinem Dienst für den Pharao nachkommen und der Bäcker musste sterben.

Diese Begebenheit erinnert doch wieder an Jesus. Denn Jesus sagte zu seiner Lebzeit ebenfalls die Zukunft voraus. Aber er sagte nicht nur die Zukunft von 2 Personen voraus, sondern er prophezeite die Zukunft der ganzen Menschheit. Er sprach ganz deutlich davon, wo jeder Mensch seine Zukunft einmal verbringen wird – die, die an ihn glauben im Himmel und die, die nicht glauben, in der Hölle! Diese zwei Optionen gibt es.

Die Frage ist nur, zu welcher Personengruppe gehören wir? Gehören wir zu denen, die Gnade in den Augen des Herrn gefunden haben und ihm wieder dienen dürfen, wie der Mundschenk, dem seine Schuld vergeben wurde und wieder in seinen Dienst zurückkehren durfte. Oder gehören wir zu denen, die sterben müssen wegen unserer Schuld, wegen unserer Übertretungen.

Möge uns diese Begebenheit neu dazu bringen, uns zu prüfen, unsere Berufung und Erwählung fest zu machen (2. Pet 1,10).