Andachten

Ein guter Baum bringt gute Früchte!

„Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch kann ein fauler Baum gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ (Matthäus 7,15-20)

In diesen fünf Versen gibt uns Jesus eine Antwort auf die, im Jahr 2018 gestellte Frage, woher wir wissen können, dass wir durch die enge Pforte eingegangen und uns nun auf dem schmalen Weg befinden. Dazu benutzt Jesus ein sehr einleuchtendes Beispiel, nämlich das Prinzip der Natur.

Um seinen Zuhörern diese Wahrheit deutlich zu machen, stellt er eine scheinbar naive Frage, die jeder Mensch mit Leichtigkeit beantworten kann, selbst dann, wenn man selber noch keinen Weinstock oder Feigenbaum gepflanzt hat. Man kann sich vorstellen, wie Jesus in etwa fragt: „Trauben wachsen nicht an einem Dornbusch, noch kann man Feigen von Disteln ernten oder?“. Die Antwort seiner Zuhörer kam wohl sehr schnell und vielleicht mit einem hämischen Lächeln auf den Lippen: „Jesus du bist zwar Zimmermann und Prediger aber trotzdem hast du mit dieser Aussage vollkommen recht. Kein Dornenbusch wird dir Trauben geben und an keiner Distel wirst du Feigen finden, weil es nicht in ihrer Natur liegt, dieses zu tun. Sollte irgendjemand das Gegenteil behaupten, dann ist diese Person entweder verrückt oder ein Lügner!“. Jesus erwidert: „Genauso verhält es sich mit meiner Nachfolge! Jeder der behauptet, dass man durch die enge Pforte eingehen kann, um danach auf dem breiten Weg zum ewigen Leben zu gelangen, der ist entweder verrückt oder ein Lügner bzw. ein falscher Prophet.“
Jesus möchte die Schafe seiner Herde warnen: Lasst euch nicht von solchen „Christen“ verführen, die euch weismachen wollen, dass man mich als Retter annehmen, mir aber im selben Atemzug die Herrschaft über das eigene Leben verweigern könnte. Diese Menschen sehen vielleicht wie Christen aus, wie die Hirten, die sich aus der Wolle der Schafe Kleider machten und sogar wie Schafe rochen, doch entspricht ihre wahre Natur der, von reißenden Wölfen. Sie gehören nicht zu meiner Herde, sie predigen nicht die ganze Wahrheit und befinden sich selber nicht auf dem schmalen Weg. Das werden ihre Früchte unter Beweis stellen!

Zwei Mal sagt uns Jesus in diesem kurzen Abschnitt, dass man Menschen, die zwar vorgeben Christus nachzufolgen, in Wirklichkeit aber nie von Gott zu einem neuen Leben wiedergeboren wurden, an ihren Früchten erkennen kann. Doch in aller erster Linie dient dieses Aussage als Prüfstein für einen jeden von uns ganz persönlich. Wenn du dein Leben betrachtest und die Früchte deiner Ernte anschaust, kannst du dann sagen, dass diese Früchte gut sind? Hat dein Glauben auch die von Jakobus geforderten Werke, die deinen Glauben beweisen und eine logische Konsequenz deines Glaubens sind? Verspürst du ein Verlangen nach der Gemeinschaft mit deinem Erlöser, Trauer und Reue nach begangenen Sünden und den Wunsch den Willen deines Vaters zu tun? Ich rede nicht von Perfektionismus oder davon nicht mehr zu sündigen (siehe 1.Joh 1,8) aber bemerkst du eine, von Gott gewirkte, Veränderung in deinem Leben und die Zucht deines himmlischen Vaters (gemäß Hebr 12,6)?
Wenn du diese Fragen aber alle verneinen musst, wenn du vor lauter faulen Früchten in deinem Leben stehst und du vor dich hin sündigen kannst, ohne von Gottes Geist betrübt und zur Umkehr geführt zu werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du so ein fauler Baum bist, der irgendwann abgehauen und ins Feuer geworfen wird. Wenn Gott dir also deine Situation klar gemacht hat, so bitte ihn heute um Vergebung deiner Sünden. Ordne dein ganzes Leben seiner Herrschaft unter und kehre dich von den Wegen ab, auf denen du bisher gegangen bist.

Jesus ruft auch in diesem neuen Jahr 2019 Sünder zur Buße (Lk 5,32)!