Andachten

Eine tägliche Aufgabe

Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben immer und ewig. (Ps 145,2)

Ein weiterer Tag bricht an und ich weiß nicht, welcher Gedanke dir als erstes in den Sinn gekommen ist, als du deine Augen heute aufgeschlagen hast. Vielleicht beschäftigt dich gerade eine wichtige Sache in deiner Arbeit, die dich ziemlich einnimmt. Vielleicht musst du gerade eine wichtige Abschlussarbeit schreiben und deine Gedanken kreisen ständig um sie. Vielleicht ist aber gerade auch ein tragischer Vorfall in deiner Familie passiert, der dazu führt, dass du, sobald du aus deinem Schlaf erwachst, wieder daran denken musst.

Nun, ich will nicht sagen, dass das völlig verkehrt ist. Doch möchte ich heute in  Erinnerung rufen, dass ein Gedanke heute auf jeden Fall auch noch auftauchen sollte: „Heute will ich erneut meinen guten Gott loben!“. Für David war sonnenklar, dass er täglich (ob nun direkt nach dem aufstehen oder später) seine Gedanken speziell auf seinen großen Gott richtet und seine Lippen bewegt, um Ihn erneut zu erheben.

Für David ist klar, sein Gott ist der König (Ps 145,1). Einem König gebührt nun mal Ehre, da lässt sich nichts dran rütteln. Und gerade wir, die wir aus der Herrschaft der Finsternis herausgerettet und in das Reich des Sohnes seiner Liebe versetzt wurden (Kol 1,13), täten gut daran, diesem König (sogar mehr als nur) täglich Ehre und Anbetung entgegenzubringen. Ihn immer wieder fußfällig zu verehren, das ist doch das mindeste, das wir tun können.

David weiß ferner, dass Gottes Größe unerforschlich ist. Das ist ein Grund auszurufen: „Groß ist der Herr und sehr zu loben, ja seine Größe ist unerforschlich.“ (145,3). Wenn dieser Gott so unerforschlich groß ist, kannst du ihm dann überhaupt zu viel Ehre bringen? Ich denke es bedarf darauf keiner Antwort. Wenn wir den Psalm weiterlesen, lesen wir beispielsweise, dass es David auf der Zunge brennt, von diesem Gott zu erzählen: „Reden will ich von der herrlichen Pracht und Majestät und von deinen Wundertaten.“ (14,5), oder: „Alle deine Werke, HERR, werden dich loben und deine Frommen dich preisen.“ (145,10).

Lass dich doch heute von David und durch seinen geschriebenen Psalm mit hineinnehmen in ein erneutes Lob Gottes an diesem Tag. Und das schöne daran wird sein, dass wenn du das tust, selber große Freude erfahren wirst. Heiligkeit und wahres Glück schließen sich nicht aus! Sie sind unzertrennlich ineinander verwoben.

Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben immer und ewig.