Andachten

Kennt Jesus dich?

„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter.“ (Matthäus 7,21-23)

Mit diesen letzten drei Versen zeigt uns Jesus, was er in dem letzten Textabschnitt klarmachen wollte. Er bringt es gewissermaßen nochmal auf den Punkt. Hier offenbart er den Unterschied zwischen den Menschen, die durch die enge Pforte hindurchgegangen sind und sich nun auf dem schmalen Weg, der zum Leben führt, befinden und denen, die durch die weite Pforte auf den breiten Weg, der ins Verderben führt, traten und ihn seither nicht verlassen haben. Jesus macht uns deutlich, was am Ende die guten Bäume mit ihren guten Früchten von den schlechten Bäumen mit ihren faulen Früchten unterscheiden wird. Jesus gewährt uns hier einen Einblick in die Zukunft, indem er uns den Zeitpunkt vor Augen führt, an dem die Menschen vor ihm, als dem Richter der Toten und Lebendigen erscheinen werden.

In Matthäus 25,21 zeigt uns Jesus, was an diesem Tag seine Knechte von ihm hören werden: „Recht so, du guter und treuer Knecht! […]; geh hinein in die Freude deines Herrn.“ Wahrscheinlich wird es keinen Satz jemals geben, der einem Menschen mehr Freude und Grund zur Anbetung geben wird, als dieser. Doch auf der anderen Seite gibt es wohl keinen schrecklicheren Satz, den ein Mensch jemals zu hören bekommt, als das Bekenntnis von Jesus: „Ich habe [dich] niemals gekannt. [Weiche] von mir, [du] Übeltäter.“ Dann, wenn Jesus das letzte Urteil über dein Leben gesprochen hat, wird es keine Chance mehr geben etwas zu ändern. Dann kannst du nicht einfach den „Reset-Knopf“ drücken und nochmal von vorne anfangen. Wo du deine Ewigkeit verbringen wirst, wird von diesem Urteilsspruch abhängen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir verstehen, wie ernst Jesus diese Angelegenheit ist.

Doch worin liegt der Unterschied dieser beiden Menschengruppen? Jesus sagt selber, dass diejenigen in das Reich der Himmel hineinkommen werden, die den Willen seines Vaters tun. Das sind die Menschen, die von Gott von der Sklaverei der Sünde befreit, den Heiligen Geist empfangen haben und deshalb nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes haben. Es werden diejenigen sein, die aus Gnade, mittels des Glaubens von Gott errettet wurden und nun in den guten Werken wandeln, die Gott für sie zuvor bereitet hat. (Röm 7,22; Eph 2,8-10)
Doch warum bekommen diese, scheinbar so frommen Menschen aus Vers 22, eine so niederschmetternde und vernichtende Antwort von Jesus zu hören? Ist das, was sie Jesus vorweisen kein Beweis dafür, dass sie gerettet und echte Christen sind? Wo liegt das Problem dieser Menschen? Ich denke, dass nicht die Taten an und für sich schlecht oder der Grund für das Urteil Jesu sind. Der fatale Fehler, den diese Menschen begehen liegt darin verborgen, dass sie meinen, sich durch diese Taten ein Recht verschafft zu haben, um in das Reich der Himmel eingehen zu können. Jesus wird jedem Menschen, der sein Vertrauen nicht allein auf ihn setzt einmal sagen müssen, dass er ihn niemals gekannt hat. Wir sehen in dem Wort niemals, dass es keinen Zeitpunkt in dem Leben dieser Menschen gab, in dem sie eine Beziehung mit Jesus gehabt hatten. Darüber hinaus macht Jesus diesen Menschen und somit auch uns eindeutig klar, dass es nicht darauf ankommt, ob du und ich Jesus kennen, sondern darauf, ob Jesus uns kennt. Denn Jesus wird die Menschen, die er nicht kennt als Übeltäter bezeichnen, als solche, die gegen seine Gebote handeln und so leben, als hätte Gott ihnen nie seinen Willen geoffenbart. Das wird der Moment sein, in dem Jesus sie von sich hinausstoßen wird.

Erkennen wir jetzt die Brisanz dieses Themas?
Kindern Gottes, die durch das Blut Jesu erlöst wurden, sollten durch diese Verse auf der einen Seite dankbar werden, dass Gott sie davor errettet hat und sie niemals diese Worte Jesu hören werden und auf der anderen Seite eine heilige Furcht vor ihrem Herrn und Heiland Jesus einflößen. Lasst uns Gott heute und jeden weiteren Tag für seine erwiesene Gnade rühmen und ihn dafür anbeten!