Andachten

…so wird er handeln. (3/3)

Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln. (Psalm 37,5)

In den beiden vorherigen Andachten durften wir unsere Verantwortung im Hinblick auf Gottes Handeln erkennen:  Wälzen und Vertrauen.

Das Die Zuversicht und das Versprechen Gottes gilt: er handelt!
Was auch geschieht: Gott wird handeln, wie es gut für uns ist und ihn ehrt!

Diese Wahrheit belegen auch zahlreiche Stellen in der Schrift:
Kla 3,37: Wer ist es, der da sprach, und es geschah – und der Herr hat es nicht geboten?
Hiob 42,2: Ich weiß, dass du alles vermagst und kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.
Psalm 115,3: Unser Gott ist in den Himmeln; alles, was ihm wohlgefällt, tut er.

Im Grundtext finden wir eine kleine, aber wichtige Anmerkung. Die verstärkte Betonung auf das Subjekt Er ist in unseren Übersetzungen deshalb kursiv gedruckt, um der Betonung Ausdruck zu verleihen, dass Gott wirkt, dass Gott aktiv handelt, dass er das Zentrum des Wirkens ist und nicht du oder die Umstände!

Warren Wiersbe, ein begnadeter Prediger und Autor, erzählte davon, wie er als junger Pastor geschockt war, als eine Frau in der Gemeinde dankte, dass ihre Gebete nicht in Erfüllung gingen. Er selbst erwähnt diese Begebenheit und schreibt in einem seiner zahlreichen Bücher nun: „Herr, ich danke dir für all die Gebete, die du nicht erhört hast.“

Wie kann man so etwas freimütig beten?
Ich denke, indem man erkennen durfte, dass Gottes Handeln, sein Wirken, seine Wege, seine Umwege und seine Schritte rückwärts in meinem und deinem Leben, Schritte und Wege Ihm hinzu waren!

Wenn Gott handelt, dann kann dies oft weit außerhalb unserer Vorstellungskraft, Logik oder Zeitempfinden sein. – Aber Er handelt!

In 2. Könige 3 lesen wir von einer obskuren Geschichte!
Drei Könige ziehen in den Krieg, Juda, Israel und Edom gegen Moab. Sie ziehen sieben Tage durch die Wüste, verirrten sich, verdursteten fast, sahen sich selbst als tot und  hatten Angst, dass der Feind sie locker umbringen könne!
Da kam dieAntwort des Propheten Elisa: Macht in diesem Tal Grube an Grube!
Wie bitte? Sie sind halb verdurstet, werden keinen Regen sehen – und sollen trotzdem noch schwitzen und graben? Ist das nicht krank?
Was ist die Botschaft? Sie konnten nichts mehr erwarten, aber hofften auf Gott! Sie taten es, weil sie es nicht besser machen konnten.
Dann kam noch zu allem Überfluss die Verheißung hinzu: Die Feinde werden in eure Hand gegeben!
Und dann kam das Wunder: Mit Wasser gefüllte Gruben! Moab hielt es für Blut und war übermütig, indem es Israel, Juda und Edom zu plündern gedachte.
In dieser hoffnungsloser Lage rettet Gott die drei Könige nicht nur – Er liefert ihnen auch noch den Feind aus!:
Die Lektion ghierbei darf für uns lauten:
Wir wissen nicht immer, wie Gott unsere Gebete beantwortet oder wie er das Herz eines anderen Menschen bewegen wird oder welche Umstände Er uns zuteilwerden lässt. Es genügt jedoch zu wissen, dass alles, was unser Leben betrifft, in seiner Hand liegt und nicht in den Händen anderer Menschen oder Umständen.