Andachten

Gottes Genugsamkeit

Gott empfindet eine unendliche Genugsamkeit, sowohl in sich selbst als auch in all seinem Tun. Dagegen ist der Mensch ununterbrochen auf der Suche nach Selbstbefriedigung. Kein Geschöpf vermag in sich selbst bleibende Glückseligkeit oder Befriedigung zu finden, denn kein Geschöpf genügt sich selbst. Ja, nicht einmal Christi menschliche Natur im Himmel genügt sich selbst; sie lebt in Gott und Gott in ihr. Sie existiert weiterhin in voller Abhängigkeit von Gott, der sich ihr beständig auf herrliche Weise mitteilt. Gott allein hat alles; er hat keinerlei Bedürfnisse. Nichts kann ihm hinzugefügt werden, das imstande wäre, seine Glückseligkeit zu erhöhen, „da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt“ (Apg 17,25). Kein Geschöpf kann zu Gottes Glückseligkeit auch nur das Geringste beitragen. Er ist unendlich vollkommen in seinem eigenen Wesen (Hiob 35,6.7).

(John Owen, Die Herrlichkeit Christi)

Weil Gott genugsam ist, und nichts bedarf, gibt es nichts Größeres, an dem sich der Mensch erfreuen kann, als Gott selbst.