Andachten

Ermutigung zum Dienst

„Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Kind Timotheus, nach den vorangegangenen Weissagungen über dich, damit du durch sie den guten Kampf kämpfst, indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, das einige von sich gestoßen und so im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten haben; unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie zurechtgewiesen werden, nicht zu lästern.“ (1.Timotheus 1,18-20)

Paulus bezieht sich hier wieder auf das Gebot aus den Versen 3-5, in denen er Timotheus geboten hatte, diejenigen zurechtzuweisen, die falsche Dinge lehrten. Diese Anweisung des Paulus stellte bestimmt eine große Herausforderung für den noch jungen Timotheus dar. Um nun sein Kind im Glauben zu ermutigen, diesen wichtigen Auftrag auszuführen, erinnert Paulus den Timotheus an die Umstände seiner Berufung zum Dienst im Reich Gottes. Timotheus, der ja selber kein Apostel und somit auch nicht ihre Autorität inne hatte, sollte sich die Weissagungen ins Gedächtnis rufen, die über ihn ergangen waren, um Zuversicht zu erlangen den guten Kampf zu kämpfen, Glauben und ein gutes Gewissen zu bewahren. Jeder Christ wird in seinem Dienst auf schwierige Situationen treffen, die einen an der Berufung zu diesem Dienst zweifeln lassen werden. Um durch diese Zeit hindurch treu den guten Kampf zu kämpfen ist es unbedingt notwendig sich seiner Berufung gewiss zu sein. Timotheus sollte sich an die Weissagungen der Ältestenschaft erinnern (vgl. Kapitel 4,14), als sie in sein Leben sprachen und in ihm eine Führungspersönlichkeit der Gemeinde und einen Menschen sahen, der fähig wäre die Anweisungen des Paulus auch auszuführen. Da Paulus von diesem Ereignis wusste, kann man davon ausgehen, dass es allgemein bekannt war und das dadurch Timotheus trotz seines Alters dennoch die Autorität besaß, die nötig war um Irrlehrer zurechtzuweisen.

Wie sieht dieser gute Kampf aus und was charakterisiert ihn?
Dieser gute Kampf kann nur gekämpft werden, indem man den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrt. Jeder Mensch wurde von Gott mit einem Gewissen ausgestattet, das den Menschen anklagen sollte, wenn er falsche Dinge tut. Doch wurde dieses durch den Sündenfall korrumpiert und wird mit jeder weiteren Sünde abgestumpft. Die einzige Möglichkeit, wie man ein gutes Gewissen erhalten und dann bewahren kann, ist das Hinwenden zu Gott. Das Anerkennen und Bereuen seiner Schuld vor Gott ist zwingend nötig, um dieses reine Gewissen zu bewahren. Des Weiteren ist das Festhalten an dem Glauben für den guten Kampf unerlässlich. Es bedeutet, die Bibel als absolute Autorität und als das geoffenbarte Wort Gottes anzuerkennen und an den, darin aufgedeckten Wahrheiten nicht zu rütteln. Auch im Angesicht von Widrigkeiten und falschen Lehren treu zu sein und klar Stellung zu beziehen.
Timotheus ist uns darin ein großes Vorbild, wenn wir sein Leben betrachten. Er stand im krassen Widerspruch zu den zwei Männern Hymenäus und Alexander, die von Paulus dem Satan übergeben wurden, um zurechtgewiesen zu werden. Sie hatten nämlich das gute Gewissen von sich gestoßen, somit im Glauben Schiffbruch erlitten bis dahin, dass sie Gott lästerten.

Möge das heute unser Gebet sein, dass Gott unseren Glauben stärkt und festigt, dass er täglich unser Gewissen säubert und wir somit in der Lage sind den guten Kampf bis zum Ende zu kämpfen, damit seinen Name auch durch unser Leben geehrt wird.