Andachten

Die Schönheit in der Natur

Wenn du dich, wie ich, gerne an der Schönheit der Natur erfreust und weite Bergaussichten, Wellen und Strände, Wälder und Pflanzen und die Vielseitigkeit der Schöpfung genießt, höre auf die tiefgründige Weisheit Jonathan Edwards‘, der den Sinn dieser Schönheit auf den Punkt bringt:

Edwards radikale Gottzentriertheit wird dadurch ersichtlich, wie er über die Schöpfungsordnung spricht. Jedoch müssen wir verstehen, dass es, gemäß Edwards, streng genommen nicht die Natur selbst ist, die Schönheit ausstrahlt. Einerseits kann die Anmut der Natur nicht geleugnet werden. Sie ist wahrlich außergewöhnlich. […] Allerdings würde Edwards sagen, dass im tiefsten Sinne keine Schönheit in der Natur selbst liegt. Schönheit liegt nur in Gott und alle Schönheit, die wir in der Schöpfung wahrnehmen spiegelt lediglich die Schönheit Gottes wider. […] Er sagt: „Die Schönheit der Bäume, Pflanzen und Blumen, mit der Gott das Angesicht der Erde geschmückt hat, ist entzückend. … Die Schönheit der höchsten Himmel ist überragend. Die Pracht der Engel und der Heiligen im Licht ist ausgesprochen herrlich: Doch all das ist Unförmigkeit und Dunkelheit im Vergleich zu der helleren Herrlichkeit und Schönheit des Schöpfers all dessen. Die Anmut der Schöpfungsordnung existiert um Gottes willen, nicht um ihrer selbst willen.

Ortlund, Dane. Edwards on the Christian Life, S. 28-29