Andachten

Für das Kommende ermutigt

Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen und ebenso den Fisch. Dies ist schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war. (Johannes 21,13.14)

Der Herr bereitet das Frühstück für seine Jünger vor und hat Gemeinschaft mit ihnen.

Wieso macht Jesus das alles? Wieso zeigt sich Jesus den Menschen überhaupt noch 40 Tage nach seinem Tod? Wieso zeigt er sich seinen Jüngern alleine drei Mal nach seinem Tod, wie wir es gelesen haben? Jesus hätte nach seinem Tod und Auferstehen direkt in den Himmel fahren können. Sein Werk hier auf Erden war doch erledigt. Die 40 Tage nach seinem Auferstehen tragen ja nicht zu seinem Werk am Kreuz bei, warum also will Jesus sich den Menschen nach seinem Tod noch zeigen?

Die Antwort finden wir in der Apostelgeschichte:

Diesen hat er sich auch nach seinem Leiden in vielen sicheren Kennzeichen lebendig dargestellt, indem er sich vierzig Tage hindurch von ihnen sehen ließ und über die Dinge redete, die das Reich Gottes betreffen. (Apostelgeschichte 1,3)

Der Grund, warum sich Jesus den Menschen noch 40 Tage hier auf Erden zeigt, ist, das Reich Gottes. Jesus geht es somit in dieser Begebenheit in erster Linie nicht darum, dass der Hunger der Jünger gestillt wird, sondern es geht ihm einzig und allein um das Reich Gottes!

Mit dieser Begebenheit will Jesus seinen Jüngern ein festes Kennzeichen geben, woran sie sich immer wieder erinnern können. Er will ihnen eine weitere Begebenheit geben, um ihnen seine Größe zu zeigen. Wir müssen an dieser Stelle auch bedenken, wem Jesus sich hier zeigt. Es sind die Männer die die ersten Gemeinden gründen werden. Es sind die Männer, die mit Anfeindungen, Lügen oder gar mit Verfolgung zu tun haben werden. Es sind die Männer, die fast alle für ihren Glauben sterben müssen. Es sind die Männer, die das Evangelium in die ganze Welt bringen sollen. Jesus war sich dessen bewusst. Daher wollte er ihnen nochmals eine Begebenheit geben, wo sie sich in schwierigen Zeiten zurück erinnern können. Damit sie sich an die Dinge erinnern, die wir uns in den letzten drei Andachten angeschaut haben. Sie dürfen nämlich wissen, dass Jesus sie immer im Blick hat. Zudem dürfen sie wissen, dass Jesus will, dass sie ihn immer einbeziehen. Zudem ist Jesus allmächtig, was ihnen Mut machen darf, dass sie an der Seite des Allmächtigen Gottes sind.

Der Grund, warum Jesus seinen Jüngern in dieser Begebenheit begegnet war, dass es Ihm um sein Reich ging, sodass die Jünger nochmals neu gewappnet werden und für das Reich Gottes einstehen. Wir können auch in Römer 11,36 lesen, dass alle Dinge von Jesus und für Jesus sind. Alles dient dem einen Zweck, Jesus zu verherrlichen indem wir in sein Reich investieren. Es geht nur darum! Was habe ich für Jesus getan? Was habe ich für das Reich Gottes getan? Gott wird uns auch nie fragen wie viel Geld wir verdient haben, oder was für ein tolles Autos wir gehabt haben. Er wird uns fragen, was wir in das Reich Gottes investiert haben? Was wir für seinen Sohn getan haben? Denn es geht nur um Jesus! Um nichts Anderes!

Möge diese Begebenheit aus Johannes 21, 1-14 uns ebenfalls als festes Kennzeichen dienen, sodass wir uns voll für Jesus und sein Reich einsetzen und auch in schwierigen Zeiten an die Dinge zurückdenken, die wir aus dieser Begebenheit über Jesus lernen durften.