Andachten

Bete! Denn Gott rettet Menschen

„Dies ist gut und angenehm vor unserem Retter-Gott, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. Dafür bin ich eingesetzt worden als Herold und Apostel – ich sage die Wahrheit, ich lüge nicht –, als Lehrer der Nationen in Glauben und Wahrheit.“ (1.Timotheus 2,3-8)

In der vorangegangenen Andacht über die Verse 1 und 2 haben wir die unterschiedlichen Arten von Gebet betrachtet, die wir für alle Menschen tun sollen. Warum sollten wir dieser Aufforderung unbedingt nachkommen? Weil dieses Handeln gut und angenehm vor einem Gott ist, der sich selbst als Retter bezeichnet! Doch nicht nur der Name unseres Gottes sollte uns ermutigen und zu anhaltenden Betern machen, sondern vielmehr die Tatsache, dass Gott uns hier einen Einblick in seinen Willen gibt.

Was könnte eine größere Motivation für unser Gebet sein, als zu wissen, dass Gott jeden Menschen einlädt und ihm gebietet Buße zu tun und zu Christus zu kommen, um gerettet zu werden? Das Evangelium ist nicht nur für einen elitären Kreis von Menschen bestimmt, man braucht keine besondere Stellung in der Gesellschaft oder Reichtum, es ist auch nicht entscheidend, wie intelligent man ist. Gott will, dass sowohl Frauen als auch Männer, Könige als auch Sklaven, Professoren als auch normale Handwerker gerettet werden, die Wahrheit erkennen und Gott dafür die Ehre geben. Niemand wird von Gott ausgeschlossen und er wird jeden Menschen, der zu ihm kommt annehmen, weil er es versprochen hat (vgl. Mt 11,28)!
An dieser Stelle halte ich es aber für nötig zu erwähnen, dass ich nicht glaube, dass Paulus hier von dem souveränen Willen Gottes spricht, also von dem, was sich Gott vor Grundlegung der Welt vorgenommen hat, um es auszuführen, wenn er davon schreibt, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, da die offensichtliche Tatsache, dass viele Menschen ungläubig oder gottlos sterben und niemals Jesus Christus erkannt haben, dagegen spricht.

Diese Tatsache sollte uns aber keines Falls entmutigen, vielmehr sollten wir uns ein Beispiel an Paulus nehmen, der seine Aufgabe als Apostel und Herold stets vor Augen hatte, die Wahrheit den Nationen zu verkünden, dass es nur einen Gott gibt! Paulus wusste, dass es keinen Berg gibt, den man von unterschiedlichen Seiten besteigen kann, um an dessen Spitze zu erkennen, dass alle Religionen den selben Gott verehren. Jeder Glaube, der die Wahrheit nicht anerkennt, dass es nur einen Gott und nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen gibt, jeder Glaube, der leugnet, dass Christus stellvertretend für seine Kinder starb, ist ein falscher Glaube, der niemanden retten kann.
Timotheus stand in der Verantwortung diese Wahrheit zu verkündigen, sie in der Gemeinde zu lehren und ebenso sind auch wir dazu aufgefordert, egal ob wir mit Moslems, Katholiken, Atheisten oder mit Gläubigen einer anderen Religion ins Gespräch kommen, für diese Wahrheit einzustehen. Lasst uns diese große Aufgabe mit neuem Mut angehen, immer mit dem Bewusstsein, dass der Retter-Gott uns begleitet und er auch heute noch Menschen retten will!