Andachten

Was ist das Evangelium? (1/5)

Ich tue euch aber, Brüder, das Evangelium kund, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr festhaltet, mit welcher Rede ich es euch verkündigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich zum Glauben gekommen seid. Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen habe: (1. Kor 15,1-3a)

Hinter uns liegt Ostern! Wie durften diese Tage genießen, die meisten hatten arbeits- oder lernfrei und durften sich am guten Wetter, gutem Essen, Familientreffen und sonstigen Gepflogenheiten erfreuen. Gesellschaftlich wurde auch immer wieder die Frage und die Bedeutung von Ostern beleuchtet.

Doch wie kannst du und ich bei Gesprächen über Ostern und den damit verbundenen Glauben die Wahrheit des Evangeliums möglichst kurz und prägnant definieren? Wie können wir das Zentrum unseres Glaubens möglichst exakt und kurzweilig auf den Punkt bringen?

Paulus leitet seine Verteidigungsrede zur Auferstehung nicht umsonst hier und jetzt in Kapitel 15 so ein wie er es tut: Er betont die Wichtigkeit der Auferstehung und des Evangeliums.
In Kapitel 11 ging es um die Ordnungen beim Abendmahl. Keine Frage, hierbei gehört Ordnung rein und ein bewusster Umgang mit der Einnahme von Brot und Wein. In den Kapiteln 12-14 betont Paulus die Wichtigkeit des sauberen Umgangs mit den Geistesgaben. Auch das ist wichtig und hat seinen Stellenwert!

Doch Kapitel 15 gleicht der Akropolis des Wichtigkeit. Zwei mal sagt Paulus, dass das was jetzt kommt nun absolut elementar ist. Das Wörtchen aber in Vers eins, sowie die Betonung in 3a vor allem deuten darauf hin, dass das was jetzt kommt Priorität Nr. 1 hat, nämlich die zentrale Botschaft des Evangeliums.

In den nächsten vier Andachten möchten wir die Verse aus 1. Kor 15,3-4 betrachten und entnehmen, wie Paulus das Evangelium im Kern definiert und welche Aspekte hierin umverhandelbar ewige Gültigkeit haben.