Andachten

Die Geschichte der Schöpfung (1/7): Wie alles den Bach runterging Teil 1/2

Gottes Geschichte beginnt mit der Schöpfung (1. Mose 1,1: „Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“). Das erste, was wir in der Bibel lesen ist, dass und wie Gott die Erde erschafft. Das zeigt schon, dass die Schöpfung entscheidend dafür ist, um zu verstehen, wer Gott ist und worum es ihm geht und ich denke, dass das ständig unser Ziel sein sollte: Herauszufinden, wer eigentlich Gott ist und was er von dir und mir will.

Heute schauen wir uns an, wie alles den Bach runterging. Uns allen ist bekannt, dass Gott am Anfang die ganze Erde auf erstaunliche und kunstvoll erdachte Weise erschaffen hat (1. Mo 1). 1. Mo 2 erzählt uns, wie die Krone der Schöpfung, der Mensch, von Gott gebildet wurde. Alles war im rechten Lot. Paradiesische Zustände herrschten. Nichts war schlecht, übel oder verdorben.

Und dann geschieht die absolute Tragödie. Man will es, wenn man es so liest, eigentlich gar nicht wahrhaben, aber Adam und Eva rebellieren tatsächlich gegen den, der ihnen dieses Paradies gab. In Gnade und Gericht vertreibt Gott die beiden aus diesem Ort der Vollkommenheit und seiner Gegenwart. Die Schöpfung ist nun verflucht und gefallen.

Kapitel für Kapitel wird es nun immer schlimmer. Kaum 4 Kapitel nach dem Sündenfall und dem Gericht Gottes lesen wir erneut von einem Urteilsspruch Gottes: „Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen (…) Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde [spricht Gott] (…) denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.“ (1. Mo 6,5-7)

Es war höchste Zeit dem großen Übel, das über die gesamte Erde gekommen war ein Ende zu machen. Die Flut kam und reinigte alles. Erneut ist die Erde aufgrund der großen Flut wüst und leer. Die Erde wurde äußerlich von der Sünde der Menschen reingewaschen. Glücklicherweise hat Gott auch einige Menschen (Noah und seine Familie) gerettet und nicht eine radikale Auslöschung der Menschheit bis zur letzten Person vollzogen. Es scheint, als wäre eine neue Welt geschaffen worden. Noah und seine Familie haben nun denselben Auftrag, wie ihn Adam und Eva hatten. Sie sollten fruchtbar sein und sich mehren und die Erde erfüllen. Ein Neuanfang. Jetzt kann alles besser werden.

Wie es wirklich weiterging, werden wir uns nächste Woche anschauen. Was nehmen wir aber aus der heutigen Andacht mit? Gottes Urteil über den Menschen lautet: Seine Bosheit ist groß! Die Menschheit, das ist nicht nur die Welt da draußen. Das bist du und ich! Wir sind böse! Das sagt auch Jesus: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht…“ (Lk 11,13). Diese Erkenntnis ist zwar niederschmetternd, aber sie ist gleichzeitig so wichtig und wertvoll! Ich muss mich kennen; ich muss wissen, dass ich böse bin, dass ich absolut schwach bin und nicht fähig, die Gebote Gottes zu halten, wie sehr ich das auch will! Wenn du heute in den Tag starten willst und sagst: Heute will ich meinem Gott dienen mit allem was ich bin und habe – sei dir bewusst: du wirst scheitern! Es braucht Gottes Eingreifen in deinem Leben!

Wir werden sehen, dass Gott eine neue Schöpfung machen muss, damit alles wieder gut werden wird! Er muss auch dich neu schaffen, damit du tatsächlich wieder gut sein kannst. Geh mit Gottes Gnade! Nehme dir vor, Ihm zu dienen und Gutes zu tun, aber sei dir stets bewusst, dass wenn nicht der Herr dein Leben bewegt, wenn er nicht den Wunsch in dich legt, dein Leben zu ändern, dann wirst du nichts erreichen.