Andachten

Was ist das Evangelium? (2/5)

Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften. (1. Kor 15,3)
Der erste Kerngedanke des komprimierten Evangeliums ist derjenige, dass Jesus Christus gestorben ist. Hierbei ist wichtig zu erfassen: Für wessen Sünden ist Jesus gestorben? Nicht für seine eigenen! Es sind die Sünden der Menschen gewesen, die er am Kreuz auf sich lud.

Es gab zur damaligen und späteren Zeit viele, die als Märtyrer starben. Etliche starben für eine Idee, eine Ideologie oder eine Utopie. Jesus Christus starb jedoch für Menschen! Er starb für Menschen, die ihn eigentlich per se gar nicht wollten“ Er tat dies stellvertretend, indem er als Gerechter sich dar gab, um seinem Vater gehorsam zu sein und wirksam zu erlösen.

Die Bibel sagt, dass Gott „den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden“ (2. Korinther 5,21).
Im Brief an die Galater sagt die Bibel von Jesus: „… der sich selbst für unsre Sünden dahingegeben hat, dass er uns errette von dieser gegenwärtigen, bösen Welt“ (Galater 1,4).

Somit ist der erste Kerngedanke des Evangeliums derjenige: Christus starb für andere. Sühne geschah wirksam, indem die Schuld eines anderen getragen wurde.
Sowas ist skandalös! Der geneigte Verstand will nicht erfassen, dass jemand für einen anderen stirbt. Noch abstruser wird es, wenn man bedenkt, dass für einen Ungerechten jemand dieses Leid samt qualvollen Tod auf sich nimmt.

Aber das ist das Evangelium! Es ist dem natürlichen Mensch eine Dummheit (gemäß 1. Kor 2,14) und lässt sich mit irdischen Maßstäben nicht erfassen.

Wir hingegen freuen uns und sind dankbar, dass das Evangelium Gottes uns zugute kam und wir dieses freimütig bezeugen und verkündigen dürfen!