Andachten

Jesus schenkt uns außergewöhnliche Freude

Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, wie ich nicht von der Welt bin. (Johannes 17,13-14)

In den ersten Versen von Joh 1 wird Jesus als das Wort dargestellt. Das Wort war schon im Anfang, es war bei Gott, es war Gott. Alle Dinge sind durch dieses Wort geschaffen. Diese Tatsachen, machen das Wort außergewöhnlich und sogar außerweltlich. Denn das Wort erschuf ja die Welt, darum kann es nicht etwas Weltliches sein.

Jesus ist also nicht von dieser Welt. Dies sagt er auch in V. 14. Er kam aus der Gegenwart seines Vaters auf diese Erde, um den Menschen Gott zu verkündigen. Doch die Menschen wollten Jesus und seine Botschaft nicht hören und schlugen ihn stattdessen ans Kreuz. Sie hassten ihn.

Das hatte auch Folgen für die Jünger Jesu. Denn sie stimmten ja seiner Verkündigung zu und offenbarten sich damit als Anhänger Jesu, was für sie bedeutete, dass sie auch gehasst wurden. Das sind keine schöne Aussichten für die Jünger gewesen. Sie wurden von denselben Menschen gehasst, die Jesus ans Kreuz schlugen und sie fürchteten sich auch sehr vor dem Hass dieser Menschen.

Nur kurze Zeit vor dieser schwierigen Situation der Jünger betet Jesus zu seinem Vater und redet darüber, dass seine Jünger gehasst werden, da sie nicht von dieser Welt sind. Durch den Glauben an Jesus wurden sie erneuert und ihre Identität war nicht mehr an die Welt gebunden, sondern allein an Christus. Darum wurden sie gehasst, was sich in Verfolgung, Folter und Tod zeigte.

Nun sagt aber Jesus, dass eines seiner Anliegen ist, dass seine Jünger dieselbe Freude in sich haben, wie er.

Wie soll das denn bitte funktionieren?

Wie kann eine Person Freude empfinden, wenn sie von anderen Menschen gehasst wird?

Die Antwort auf diese Frage können wir aus Apg 5,41 ableiten: Sie nun gingen vom Synedrium weg, voll Freude, dass sie gewürdigt worden waren, für den Namen Schmach zu erleiden. Hier ist von den Aposteln die Rede. Sie verkündigten den Namen Jesu Christi, sein Evangelium. Doch der Stadtrat verbot es ihnen und sie wurden geschlagen. Ihre Reaktion darauf war große Freude. Sie freuten sich darüber, dass sie geschlagen wurden, denn sie wurden für würdig gehalten, wegen des Namens Christi geschlagen zu werden.

Schmach um Christi Willen zu erleiden ist also ein gutes Zeichen für uns Christen. Es ist gut, wenn wir um Christi Willen verhöhnt werden, als intolerant bezeichnet werden, vorverurteilt werden, sogar verfolgt werden. Denn, wenn diese Dinge geschehen, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wir als Nachfolger Jesu sind nicht von dieser Welt. Wir werden aus diesem Grund Ablehnung erfahren. Doch wir dürfen uns darüber freuen, da wir dadurch dem Namen Jesu würdig handeln.

Johannes 17 (8/16)