Andachten

Was ist das Evangelium? (3/5)

Und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften; (1. Kor 15,4)

Paulus fährt nun mit seinem zweiten Gedanken fort und schildert den zweiten elementaren Punkt der Evangeliumsbotschaft. Nachdem aufgezeigt wurde, dass Christus nicht für sich, sondern für die Menschen hingegeben wurde, macht er nun klar, dass Jesus wirklich tot war.

Christus war nicht etwa bewusstlos oder scheintot, er war tatsächlich tot! Nur Tote werden begraben. Nur Tote werden offensichtlich von der Gesellschaft durch einen 1500-2000 kg schweren Stein getrennt! Christus war wirklich tot. Er musste tot sein, denn Gottes Wort selbst sagt: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. (Röm 6,23)
Nicht nur Paulus bestätigte, dass Jesus wirklich tot war, nein, sogar Jesu Feinde taten dies! Zudem kommt noch der Augenzeuge Johannes zu Wort, der später als Jesu Apostel viel für das Zeugnis der Wahrheit leiden musste, ja sogar bestialische Folter durch das köcheln in heißem Öl. durchmachte. Er schreibt:
Als die Soldaten aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Kriegsknechte stach mit einem Speer in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit ihr glaubt. (Joh 19,33-35)

Eines können wir wissen: Nur Tote werden begraben! Die Römer kreuzigten zu diesem Zeitpunkt etwa 30.000 Menschen! Sie taten dies in Perfektion, präzise und zuverlässig. Niemals hätten sie einen Scheintoten davon kommen lassen, es wäre eine Schande für sie und ihr lapidar ausgeführtes Handwerk.

Halten wir also fest:
Der zweite und ebenfalls zentrale Punkt des Evangeliums ist unverhandelbar, welcher den tatsächlichen Tod des Erlösers Jesus Christus zementiert! Jede Aufweichung und Umdeutung dieser Tatsache ist schlichtweg ein Angriff auf Christus persönlich – und schlussendlich das Urteil über einen selbst.