Andachten

Jesus hat einen Auftrag für uns

Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnehmest, sondern dass du sie bewahrest vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie ich nicht von der Welt bin. (Johannes 17,15-16)

In der letzten Andacht über das hohepriesterliche Gebet Jesu konnten wir sehen, dass Jesus seinen Nachfolgern Freude geschenkt hat, Freude, die außergewöhnlich ist. Die Freude bestand für die Apostel darin, dass sie Schmach erleiden durften, um Jesu Namens Willen. Sie freuten sich darüber, so wie Jesus geschlagen und verspottet zu werden.

Für uns scheint das oft eher absurd. Wie kann man sich an Schmerz erfreuen? Als wäre dies aber nicht eigenartig genug, folgt in Vers 15 eine weitere Aussage, die einem schnell einmal komisch vorkommen kann.

Jesus sagt zu seinem Vater, er solle seine Jünger nicht von der Welt wegnehmen. Mit anderen Worten sagt Jesus hier: Ich will nicht, dass meine Jünger sogleich in den Himmel aufgenommen werden, sie sollen noch auf dieser Erde verweilen. Hätten das seine Jünger gehört, wären sie wahrscheinlich komplett ausgerastet: Was? Warum sagst du denn sowas? Es gibt absolut nichts Schöneres, als bei Gott im Himmel zu sein und du verwirkst uns gerade diese vollkommene Freude?

Ja, genau das tut Jesus, zumindest temporär. Er möchte nicht, dass seine Jünger sofort mit ihm in den Himmel auffahren.  Jedoch lässt er sie auch nicht hilflos zurück. Er bittet seinen Vater, dass er sie vor dem Bösen bewahrt. Er soll sie nah bei sich behalten und sie durch die Zeit in der Welt tragen.

Warum hat Jesus seine Jünger nicht gleich mit in den Himmel genommen?

Einige gute Gründe werden uns in der Bibel aufgezeigt. Ich möchte mich jedoch auf einen beschränken. Diesen Grund finden wir in Mt 28,18-20 (gerne kannst du diese Stelle kurz lesen.) In dieser Bibelstelle finden wir drei Aufträge Jesu an seine Jünger: 1. Macht alle Nationen zu Jüngern 2. Taufet sie 3. Lehrt sie meine Gebote zu bewahren. Diese drei Aufträge lassen sich in einem Punkt zusammenfassen: Baut Gemeinde!

Der Auftrag der Jünger ist auch unser Auftrag und ist heutzutage immer noch genauso aktuell wie damals. Auch Jesu Macht ist heutzutage immer noch genauso wirksam, wie damals, darum ist es heute überhaupt erst möglich diesen Auftrag auszuführen.

Wir sind aus einem guten Grund auf dieser Erde. Christus möchte durch uns immer noch Gemeinde bauen.

  1. Jünger machen: Dies kann in der Mission bei fremden Völkern passieren, aber ebenso auch bei uns in der Nachbarschaft, Schule, Arbeit, in Vereinen etc.. Zu allen Nationen gehört auch die Nation, in der wir leben. Es scheint, als würden wir das manchmal vergessen.
  2. Taufet sie: Ein Ereignis, das bereits in der Gemeinde passiert. Wir sind also dazu aufgefordert aktiv Gemeinde zu gestalten und Glaubensgeschwister im Glauben anzuleiten.
  3. Lehrt sie meine Gebote zu bewahren: Ein jeder Christ sollte seinen Herrn, Jesus Christus, lieben. Dies bringt er, nach Jesu Worten, zum Ausdruck, indem er seine Gebote hält. Unser Auftrag ist es also Jesu Gebote und sein Evangelium weiterzugeben. Und das nicht nur an Menschen, die neu im Glauben sind. Das Evangelium ist nämlich keine „Einstiegslehre“, sondern es ist die Lehre. Ob Freunde, Verwandte, Jugendliche, Kinder, Erwachsene, jeder braucht das Evangelium, zu jeder Zeit. Und jeder Nachfolger Jesu ist beauftragt dieses zu verkünden.

Johannes 17 (9/16)