Andachten

Gott ist der Fels

„Der Fels: vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht.
Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!“ (5. Mose 32,4)

Kurz bevor das Volk Israel in das verheißene Land einziehen konnte, sollten sie sich ein Lied anhören, das Mose auf Gottes Befehl hin geschrieben hatte. Dieses Lied sollte dem Volk als eine Warnung dienen. Gott wusste, dass Israel sündigen würde und so ließ er das Lied als Zeuge gegen das Volk schreiben. Immer, wenn sie danach Gottes Zorn spüren mussten, erinnerten sie sich an das Lied und wussten, dass sie selbst Schuld an ihrer Situation waren. Am Anfang dieses Liedes fordert Mose dazu auf, ihm zuzuhören und Gott die Ehre zu geben (V. 1-3). Dann gibt er die Begründung dafür. Warum soll das Volk ihm zuhören? Warum soll Gott die Ehre gegeben werden? Weil Gott der Fels ist, weil Gott perfekt ist, weil Gott vollkommen ist.

Die Israeliten damals waren 38 Jahre lang jeden Tag in der Wüste gewesen, sie kannten sich mit Felsen aller Art gut aus. Ein Fels stand immer mit Schutz, Bewahrung, Beständigkeit und Treue in Verbindung. Gott wird nun mit „dem Fels“ gleichgesetzt, der ultimative Schutz, die beste Bewahrung, der sich niemals ändert oder es sich anders überlegt. Dieser Fels ist der gleiche, gestern, heute und für immer. Mit dieser guten Botschaft steigt Mose in das Lied ein und legt damit alle Grundlagen: Gott ist perfekt, alles was er tut ist richtig, er ist treu und seine Wege sind gerade. Was für gewaltige Aussagen!

Diesen Gott dürfen wir als Christen unseren Vater nennen. Er ist nicht irgendein Gott, er ist tatsächlich unser Gott! Durch Jesus Christus können wir ihn Vater nennen, den perfekten Gott und Herrn. Selbst wenn es uns schlecht geht können wir als seine Kinder zu ihm kommen. Er verändert sich nicht, seine Absichten mit uns sind immer gut. Seine errettende Liebe, die er am Kreuz erwiesen hat, als er seinen Sohn schlachtete, ist auch heute die gleiche. Er gibt seinen Kindern das, was sie brauchen (Mt 7,11). Der Fels, der Schutz gibt, darf uns als Zuflucht dienen in unserer Not.

Ich möchte dir heute morgen Mut machen, dich daran zu erinnern, dass Gott sich nicht ändert. Unser Vater ist der Fels, der perfekt ist in allen seinen Wegen und Taten. Er hat uns seine ewige Liebe durch Jesus Christus erwiesen. Ein Lied bringt diese Gedanken schön zum Ausdruck, deshalb möchte ich damit schließen:

„Woher wissen wir, dass nichts in dieser Welt und keine Macht uns je von seiner Liebe trennt?
Woher wissen wir, dass Gottes Treue bleibt und er uns tragen wird bis in die Ewigkeit?
Schau hin zum Kreuz und begreif neu: der dich berief ist wahrhaft und treu!
In seinem Sohn schloss er einen Bund. Komm, hör die Worte aus seinem Mund:
Ich hab meinen Sohn für dich gegeben.
Ich gab mein Liebstes für dein Leben.
Wie sollte ich nicht an dich denken und dir mit ihm nicht alles schenken?“

(aus: „Woher wissen wir“ – © Rudolf Tissen)