Andachten

Die Geschichte der Schöpfung (4/7): Gott und nicht du ist HERR!

In groben Zügen haben wir in den letzten Wochen gesehen, wie die grobe Geschichte der Schöpfung in der Bibel verläuft. Es war für uns zentral zu sehen, dass nach dem Sündenfall alles tatsächlich unaufhaltsam den Bach runterläuft. Kein Mensch, keine Institution oder Bewegung konnte diesen Niedergang aufhalten. Das Buch Richter zeigt beispielsweise eine krasse Abwärtsspirale des Volkes Israels – und ganz ehrlich bei der restlichen Menschheit ist das nicht anders.

Wir haben aber auch gesehen, dass durch das Eingreifen von Gott selbst, nämlich durch Christi Werk am Kreuz und durch seine Auferstehung, die Schöpfung wieder auf ein glorreiches Ziel zuläuft. Die neue Schöpfung ist in gewisser Weise schon da! Jeder Christ ist bereits eine neue Schöpfung (2. Kor 5,17)!

Was lässt sich noch aus der Geschichte der Schöpfung für uns ableiten? Eine ziemlich offensichtliche Sache ist, dass Gott selbst der HERR ist und nicht du selbst! So klar wie dieser Satz oft in unseren Ohren klingt, so stark stimmt unser Leben oft überhaupt nicht mit dieser Tatsache überein!

Wir fragen uns: Warum schränkt Gott mich in meinem Leben so ein, indem er mir gebietet, dass ich keinen außerehelichen Geschlechtsverkehr haben darf? Warum alles so eng sehen? Sex macht Spaß! Ist doch schlicht so; aber Gott grätscht da mal wieder mit seinen Geboten dazwischen und meint: Ja, den Geschlechtsumgang zwischen Mann und Frau habe ich als eine ganz schöne Sache geschaffen, aber ich verbiete euch, dass ihr das in zügelloser Weise tut. „Wieso Gott? Ich will das nicht. Lass mich doch das genießen, was du geschaffen hast und zwar auf die Art, wie ich es will.“

Dasselbe gilt auch für das Essen, für Trinken (allen voran der Alkohol) und für sonstige spaßige Angelegenheiten. Und schon sind wir unser eigener Herr, wenn solche Gedanken in uns hochkommen bzw. wenn wir entsprechend handeln. Aber die Geschichte der Schöpfung macht klar: Gott ist der Herr über die Schöpfung. Gekoppelt mit der Aussage, dass Gott auch ein guter und liebender Gott ist, ist das Grund genug, Gott fröhlich HERR sein zu lassen und im Vertrauen darauf leben, dass seine Anweisungen an seine Geschöpfe gut sind.

Wenn ich dich nun dazu auffordere, Gott doch Herr sein zu lassen, möchte ich dich nochmals daran erinnern, dass du einerseits ein gefallenes Geschöpf bist und dieser Anforderung nicht so nachkommen wirst, wie du es solltest. Sei dir aber gleichzeitig bewusst, dass du in Christus eine neue Kreatur bist. Lebe als dieses neue Geschöpf Gottes unter seiner Herrschaft.