Andachten

Lesebericht: Der Kelch und die Herrlichkeit (2)

Ein Kapitel dieses Buches heißt: „Der Weg“. Der Autor beschreibt darin die Situation von Paulus und geht im speziellen auf einige Passagen aus dem 2. Korintherbrief ein, insbesondere auf die Stelle, wo Paulus die von Schwierigkeiten geprägte Situation von sich und seinen Genossen beschreibt: „Keinen Ausweg sehend, und doch nicht ohne Ausweg.“ Paulus war einmal auf einer 800 km langen Reise nach Troas. Gott führte ihn in dieser Zeit doch er spürte davon nichts. So führt Gott jedes seiner Kinder. Jeder von uns hat seinen ganz eigenen Weg, der sich durch bestimmte Kurven, Richtungsänderungen, Berge und Täler auszeichnet. Für uns können diese Wege folgendes sein: Wir suchen nach der Führung Gottes in finanziellen Angelegenheiten, bei der Suche nach einem Partner fürs Leben, in Krisensituationen, die wir nur mit Gottes Hilfe bewältigen können, und anderen Situationen, in denen wir seit langem verwirrt sind und keinen Ausweg sehen und somit auf Gottes Führung oder Eingreifen angewiesen sind. In all diesen Situationen müssen wir uns eine Wahrheit immer wieder vor Augen halten: „Wenn wir erwarten, dass Gott uns vor seinem Zeitplan über das Ergebnis seiner Pläne informiert, dann werden wir schwer enttäuscht sein.“ (S. 47) Selbst dann, als Gott Paulus den Weg zu dem Ziel verwehrte, welches er eigentlich erreichen wollte, blieb er treu und ließ sich von Gott führen. Oftmals können wir uns so genau ausmalen, wo unsere Reise hingehen soll und wir neigen dazu, es als unser Versagen zu interpretieren, wenn es nicht klappt, anstatt zu erkennen, dass Gott uns zeitweise nur auf die Weise führt, indem er uns zeigt, wo es nicht hingeht.