Andachten

Der ultimative Grund

„Denn derselbe Gott, der gesagt hat: »Aus der Finsternis soll Licht hervorstrahlen!«, der hat es auch in unseren Herzen hell werden lassen, sodass wir in der Person von Jesus Christus den vollen Glanz von Gottes Herrlichkeit erkennen.“ (2. Korinther 4,6 – NGÜ)

Wozu kaufe ich mir ein Auto? Damit es gut aussieht und eine schöne Farbe hat? Damit es viel PS hat und schnell ist? Damit es sicher ist und immer eingesetzt werden kann? Was ist der Grund hinter dem Kauf eines Autos? Der ultimative Grund für den Kauf ist in einer normalen Situation einfach: Es fährt. Ich kaufe ein Auto und habe vielleicht verschiedene Kriterien, die ich hinterher als Gründe für den Kauf angebe: Es sieht gut aus, es ist sparsam, es passen viele Menschen rein oder es ist noch recht neu. Aber wenn ich nicht den ultimativen Grund beachte, werden alle anderen Gründe nichts wert sein. Wenn mein Auto nicht fährt, kann es noch so schön, noch so neu und noch so praktisch sein, es ist absolut unbrauchbar. Was ist der ultimative Grund für einen Autokauf? Er liegt darin, dass das Auto fährt. Alle Folgen dessen (es bringt mich von A nach B, es fährt schnell, es ist praktisch, es ist schön, usw.) beruhen auf dem ersten und ultimativen Grund: das Auto fährt.

Wozu hat Gott uns errettet? Damit wir unsere Schuld loswerden? Damit wir ewiges Leben haben? Damit wir einmal von Krankheit und Tod befreit sind? Damit wir seine Zeugen sind und sein Evangelium verkünden? Im zweiten Brief an die Korinther erklärt Paulus den ultimativen Grund hinter der Errettung: Die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes.

Alle anderen Gründe sind Folgen dieses ultimativen Grundes: Unsere Schuld ist das Hindernis, das aus dem Weg geräumt werden musste, damit wir die Gemeinschaft mit Gott haben können. Das ewige Leben ist nichts anderes als das Ergebnis, das aus der Erkenntnis von Gottes Herrlichkeit kommt. Unsere Befreiung von Tod und Krankheit lässt uns ungehindert die Herrlichkeit Gottes genießen. Die Verkündigung des Evangeliums ist dazu da, dass auch andere Menschen Gottes Herrlichkeit erkennen dürfen.
Das Erkennen von Gottes Größe, seiner Macht, seines Wesens, das ist der beste, schönste, größte und erhabenste Grund für unsere Errettung. Jegliche Folge dessen, so gut sie auch sein mag, ist nicht der letztliche Grund unserer Errettung. Gott hat uns gerettet, damit wir seine Herrlichkeit erkennen können. Dazu hat er den Tod besiegt, uns aus der Macht Satans befreit, sich uns offenbart, seine Barmherzigkeit erwiesen. Aber wäre die Gemeinschaft mit Gott und das Erleben seiner Herrlichkeit nicht das Höchste und Schönste von Allem, wären alle anderen Folgen des Evangeliums für uns sinnlos. Wäre es nicht unendlich schön, mit Gott Gemeinschaft zu haben, wäre unsere Sündenvergebung nicht nützlich, weil wir zwar sündlos wären, aber wir keine Gemeinschaft mit Gott haben wollen würden. Dann wäre das ewige Leben nutzlos, weil wir gar nicht mit Gott leben wollen würden. Dann würden wir nicht von dieser Gemeinschaft schwärmen und anderen davon erzählen. Wir würden uns nicht beklagen über Tod und Krankheit, weil die Alternative, die Gemeinschaft mit Gott, nicht besser wäre.

Die Herrlichkeit Gottes erkennen wir durch Jesus Christus, das schreibt Paulus. Ihn zu erkennen, sein Leben und sein Sterben zu verstehen und aufzunehmen, das Evangelium zu leben, darin liegt die Erkenntnis Gottes. Seinen Glanz, seine Größe und Herrlichkeit zu verstehen und zu lieben, darin liegt der ultimative Grund unserer Errettung. Aus diesem höchsten Grund sind wir errettet und wir dürfen danach streben, diese Herrlichkeit mehr und mehr zu erkennen, durch Gottes Gnade.

Ein Auto fährt, darum wird es gekauft. Ein Christ erkennt Gott, darum wird er gerettet. Ein Auto ist nutzlos, wenn es nicht fährt. Ein Christ ist nutzlos, wenn er Gott nicht erkennt. Lasst uns Gott anflehen, dass er uns mehr von seinem Wesen aufzeigt und uns seine Herrlichkeit erkennen lässt. ER ist das Beste, was uns passieren kann!