Andachten

Das Geheimnis der Gottseligkeit

„Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, bald zu dir zu kommen; wenn ich aber zögere, damit du weist, wie man sich verhalten soll im Haus Gottes, das die Versammlung des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit. Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Er, der offenbart worden ist im Fleisch, ist gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.“ (1.Timotheus 3,14-16)

Paulus hat bis jetzt einige verschiedene Personengruppen aus der Gemeinde beschrieben und dem Timotheus genaue Anweisungen gegeben, welchen Charakter diese Personen aufweisen müssen, um für den Dienst brauchbar zu sein. Paulus wollte, dass sich Timotheus darüber im Klaren ist, wie man sich innerhalb der Gemeinde zu verhalten hat. Man kann auch erkennen, dass es der Wunsch des Paulus ist und das er sich danach sehnt, Timotheus und die anderen Gläubigen in Ephesus besuchen und persönlich über diese Dinge belehren zu können. Doch darüber hinaus sieht Paulus auch die Notwendigkeit, sechs elementar wichtige Wahrheiten über das Geheimnis der Gottseligkeit bzw. der Gottesfurcht dem Timotheus weiterzugeben.

Die erste Wahrheit besteht darin, dass Gott im Fleisch geoffenbart wurde und beschreibt die Menschwerdung Jesu. Auch wenn wir es nicht begreifen können, so ist es dennoch war, dass Jesus vollkommen Gott und vollkommen Mensch in einer Person war. Jesus wurde ebenso versucht, wie wir, auch wenn er dabei niemals sündigte. Und weil Jesus vollkommen Mensch war, kann er auch mit seinen Kindern mitfühlen.

Zweitens wurde Jesus im Geist gerechtfertigt, was nicht heißt, dass Jesus Rechtfertigung nötig hätte, so wie wir es nötig haben, sondern dass er durch den Heiligen Geist bestätigt wurde, als er aus den Toten auferstand. Hier zeigte sich eindeutig, dass Jesus gerecht und ohne jede Sünde war.

Die dritte Wahrheit besagt, dass Jesus von den Engeln gesehen wurde. Immer wieder lesen wir von den Engeln Gottes, die zu bestimmten Ereignissen gegenwärtig waren und ihn als Messias und Sohn Gottes bezeichneten, wie z.B. bei Jesu Geburt, nach der Versuchung in der Wüste oder auch im Garten Gethsemane.

Jesus war nicht nur der Messias für den Juden, sondern auch der Retter für den Heiden. Diese vierte Wahrheit musste geglaubt werden, damit kein Elitedenken entstand, da vor allem Juden mit dem Gedanken zu kämpfen hatten und leicht die Meinung hätte aufkommen können, dass Jesus nur der Retter für eine bestimmte Volksgruppe sei.

Damit verbunden ist auch die fünfte Wahrheit, dass Jesus in allen Völkern, Nationen und Sprachen solche hat, die an ihn glauben. Überall dort, wo Gottes Wort gepredigt, also Christus verkündigt wird, werden einige Menschen von ihren Sünden überführt und von Jesus gerettet.

Die sechste und letzte Wahrheit, die Paulus hier anspricht ist die Aufnahme Jesu in Herrlichkeit. Jesus hatte seinen Auftrag so ausgeführt, wie es ihm von seinem himmlischen Vater aufgetragen wurde. Er hatte alles erfolgreich getan, er hat es vollbracht und sitzt nun zur Rechten der Majestät, verherrlicht und mit einem Namen der herrlicher ist als jeder andere.

Welche Auswirkungen haben diese Wahrheiten nun für dich und mich? Wenn du zu der Gemeinde des lebendigen Gottes gehörst, dann kannst du Trost, Hoffnung und Zuversicht aus diesen Wahrheiten schöpfen. Auch dann, wenn es durch schwere Zeiten hindurchgeht, dürfen wir wissen, dass Christus ebenso auf dieser Erde leiden musste und deshalb genau weis, wie es uns geht. Des Weiteren werden wir auch angespornt die Wahrheit über den Retter für die Nationen, allen Menschen zu verkündigen. Und wenn unser Leben hier auf dieser Erde endet, so dürfen wir gewiss sein, dass wir bei unserem Retter und Herrn für immer in der Herrlichkeit sein dürfen.