Andachten

Zitat: Freiwillige (Un)gerechtigkeit

Warum passieren böse Dinge den guten Menschen? Das ist nur ein einziges Mal passiert – und er hat sich freiwillig gemeldet.

Robert Charles Sproul (*13.2.1939, † 14.12.2017) war ein begabter reformierter Prediger und Pastor und starb vor fast zwei Jahren im Alter von 78 Jahren.

Menschen, die nett sind, die sich in der Gesellschaft einsetzen und freundlich lächeln, werden schnell als „gute Menschen“ angesehen. Solche Menschen haben es nicht verdient, wenn ihnen schlimme Dinge passieren. Schnell wird Gott als ungerecht bezeichnet, wenn diesen guten Menschen Böses widerfährt. Wie kann es sein, dass Schlechtes den Guten geschehen muss? Das kannst du doch nicht machen, Gott!

Gott macht in seinem Wort deutlich, dass diese Sicht verdreht ist. Davon auszugehen, dass es „gute Menschen“ gäbe, ist schon ein falscher Ansatz. Der Verdienst für unser „gut sein“ ist nichts anderes als der Zorn Gottes. Niemand ist gut in Gottes Augen, weil niemand rein, heilig und gerecht ist vor ihm (zu diesem Thema sollte es genug Andachten auf unserem Blog geben). Die Frage ist also einfach zu beantworten: Schlechtes widerfährt nur einem Typ Menschen: Denen, die es verdient haben, weil sie schlecht sind. Von dieser Regel gibt es zum Glück eine einzige Ausnahme: Jesus Christus.

Jesus war der einzige Mensch, der in Gottes Augen perfekt war, an dem er Wohlgefallen haben konnte. Der einzige durch und durch gute Mensch lebte auf dieser Erde und wurde dann von Gott am Kreuz gerichtet. Und genau hier kommt es zu der eigentlichen Frage: Wie kann Gott einem guten Menschen Böses widerfahren lassen? Wie kann Gott den einzigen guten Menschen bestrafen? Wer diese Frage beantworten kann und darauf vertraut, darf sich als Kind Gottes über genau diese Tatsache freuen. Gott strafte den einzigen guten Menschen, damit böse Menschen wie du und ich genau das in Gottes Augen werden können: Reine und heilige, „gute“ Menschen. Was für eine unglaubliche Tatsache, was für eine Liebe, was für eine Gnade! Jesus dürfen wir loben und preisen. Er als Gerechter ist freiwillig für uns, die Ungerechten, gestorben. Alle Ehre sei ihm allein!