Andachten

Umgang mit Niederlagen – bewusste Sünden (1)

Hast du dich auch schon mal gefragt, wieso manche Christen so viel mit Gott erleben und so viele Glaubenssiege erlangen und wenn man das eigene Leben betrachtet, muss man ernüchternd feststellen, dass dies bei einem selber oft gar nicht der Fall ist. Oder kennst du das, dass man Biografien von einigen Glaubensmänner und Glaubensfrauen liest und begeistert  ist, zu sehen, welche Erfahrungen und Siege sie mit Gott erlebt haben.

Auch ich habe mir die Frage gestellt, warum das so ist. Gibt es dafür vielleicht Gründe, warum ich Gott nicht so erlebe wie andere Christen oder nicht auch mehr Glaubenssiege in meinem Leben erlebe? Heute und die nächsten Wochen wollen wir uns die Begebenheit aus Josua 7-8 anschauen, die uns bei der Beantwortung dieser Fragen weiter helfen kann.

So zogen etwa 3000 Männer dort hinauf und griffen die Stadt an. Doch sie wurden in die Flucht geschlagen. (Josua‬ ‭7,4)

Dieser Vers folgt auf das Kapitel von dem glorreichen Sieg des Volkes Israel unter der Führung Josuas gegen Jericho. Gleich nach dem Kampf gegen Jericho wollte Josua mit dem Volk die Stadt Ai einnehmen, was aber zu Beginn kläglich schief ging. Warum der Kampf gegen Ai scheiterte, wollen wir heute und die nächsten Male betrachten und von diesen Fehlern lernen.

Den ersten Grund für das Scheitern finden wir in Vers 1.

Aber die Israeliten veruntreuten etwas von dem Gebannten. Achan Ben-Karmi, der von Sabdi und Serach abstammte und aus dem Stamm Juda war, vergriff sich an dem, was Gott gehörte. Da flammte Jahwes Zorn gegen die Israeliten auf. (Josua‬ ‭7,1‬)‭

Achan Ben-Karmi war Israelit und somit Teil des Volkes Gottes und nahm sich von dem, was Gott gehörte. Hierbei geht es noch um den Sieg über Jericho. Gott befahl dem Volk im Kapitel 6,18–19, dass die Israeliten nichts mitnehmen durften und dass alle Schätze, wie Gold und Silber, Gott gehörten und diese in die Schatzkammer des Heiligen Zeltes gebracht werden mussten. Achan hielt sich leider nicht an das, was Gott sagte, denn wir lesen von Achan:

Unter der Beute sah ich einen wertvollen Mantel aus Babylonien, zwei Kilo Silber und einen Goldbarren, ein Pfund schwer. Ich konnte einfach nicht widerstehen und nahm es mit. Ich habe alles im Boden meines Zeltes vergraben, das Silber zuunterst. (Josua 7,21)

Das war der erste Grund, warum das Volk Israel den Kampf gegen Ai verloren hatte. Es gab Sünde im Volk und Ungehorsam gegenüber dem, was Gott explizit verordnete. Achan und seine ganze Familie wurden ins Tal Achor gebracht und gesteinigt und anschließend mit ihrem ganzen Besitz verbrannt.

Ich denke wir können hier einen ganz wichtigen Punkt über unsere Kämpfe lernen. Wenn wir bewusst Sünden in unserem Leben tolerieren, werden diese zwangsläufig immer Auswirkungen auf uns und auf andere haben. Wir brauchen uns dann nicht wundern, warum wir so wenig mit Gott erleben. Sünde zieht weite Kreise! Sünde hat Folgen! Sünde zerstört! Und vor allem, Sünde gefällt Gott nicht!

Die Sünde Achans war ein Grund dafür, dass das Volk Israel den Kampf gegen Ai verlor. Wenn uns Sünden einfallen, die uns bewusst machen, dass Gott das nicht will und wir dennoch nicht bereit sind, diese Sünden abzulegen, sie auszurotten, dann brauchen wir uns nicht wundern, dass wir keine Siege mit Gott erringen.