Andachten

Eigenschaften Gottes (3/8): Gottes Unveränderlichkeit

Ich spreche: Mein Gott, nimm mich nicht hinweg in der Hälfte meiner Tage, du, dessen Jahre Generation um Generation überdauern. Vor Zeiten hast du die Erde gegründet, und der Himmel ist das Werk deiner Hände. Sie werden vergehen, du aber bleibst, sie alle zerfallen wie ein Gewand. Wie ein Kleid wechselst du sie, und sie gehen dahin. Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende. (Psalm 102, 25-28)

Gott ist unveränderlich!

Was genau heisst „unveränderlich“ bei Gott? Hat für uns das Wissen über die Unveränderlichkeit Gottes, einen Einfluss auf unser Leben?

Wie es in diesem Psalm steht, beinhaltet die Unveränderlichkeit seine Unsterblichkeit und seine Unvergänglichkeit.

Doch was genau ist unveränderlich bei Gott? Bezieht sich dies nur auf Sein Wesen? Nein. Notwendigerweise ist Sein Wissen, Sein Willen, usw. auch unveränderlich.

Heisst das nun, dass Gott nichts dazulernen kann da er sich sonst verändern würde? Ja natürlich, Gottes Wissen und Willen ist ja bereits vollkommen, somit gibt es da keine Veränderung.

Veränderung ist generell in einem temporalen (zeitlichen) Zusammenhang zu sehen. Aber wie ist das nun bei Gottes Handeln? Er ist keiner temporalen Veränderung ausgesetzt da Er ewig, atemporal (ausserhalb von Raum und Zeit) ist aber trotzdem in unsere Zeit wirkt. So lesen wir beispielsweise von Gottes Zorn, Jubel oder Reue, welche eine Veränderung seines Wesens (bzw. Gottes Emotion) implizieren müsste.

Sind nun die Aussagen über Gottes Emotionalität bezüglich seiner Unveränderlichkeit widersprüchlich? Im 4. Mose 23,19 steht, dass „Gott kein Mensch sei, dass ihn etwas gereuen würde“. Was wir aus dieser scheinbaren Paradoxie mitnehmen können, ist, dass sich Gott nicht in eine Schublade stecken lässt, auch wenn wir dies mit unserem Verstand noch so gerne täten.

Auf Gott ist Verlass. Gott ist unveränderlich. Diese Schlussfolgerung führt uns zu der Aussage in Sprüche 3,5-6:

Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herz, und verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, dann wird er deine Pfade gerade machen.