Andachten

Was bedeutet Matthäus 2 für uns als Gottes Gemeinde?

P. Leithart stellt diese Frage in Bezug auf die Umstände, die die Geburt Jesu begleiteten. Mich berührten diese Worte sehr. Leithart sieht im Leben Jesu eine Wiederholung bzw. eine typologische Erfüllung der Geschichte des alttestamentlichen Gottesvolks Israel. Außerdem sieht er darin eine Vorausschattung auf die Geschichte der Kirche Jesu Christi, die ja sein Leib ist. Er fasst die Antwort auf die oben gestellte Frage folgendermaßen zusammen:

„Wir sind der Leib Christi und seine Lebensgeschichte wird zu unserer. Jesus rekapituliert die Geschichte Israels, und er tut es auf die richtige Weise. Und indem er das tut, antizipiert er die Geschichte der Gemeinde. Die Kirchengeschichte ist gekennzeichnet von Phasen der Unterdrückung. Manchmal ist Herodes auf dem Thron des neuen Israels. Doch wenn dies geschieht, rettet der Herr immer seine Söhne und bereitet ihnen ein neues, fruchtbares Land. Die Kirchengeschichte ist gekennzeichnet von Verfolgung. Doch der Herr lässt das Blut der Säuglinge niemals ungerächt. Rahels Klagerufe weichen dem Jubel und Blut führt zur Erlösung. Als Jünger des Nazareners [hebräisch für „Krieger“ oder „Spross“] sind wir alle Nazarener. Wir sind alle heilige Krieger, ausgesondert für die Schlacht. Wir sind alle Sprosse in dem Spross, der der dominierende Baum des Waldes ist. Wir teilen alle die Demut, um seine Herrlichkeit teilen zu können.“

Leithart, Peter J., Jesus as Israel