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Buchbesprechung: Lehre uns beten

Inhalt

Das Buch „Lehre uns beten“ von Benedikt Peters bildet eine gründliche Auslegung des Verses Jakobus 5,16: „Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist“ und eine Ansammlung vieler praktischer Ratschläge für ein gesundes Gebetsleben. Peters teilt den Vers aus Jakobus 5 in drei Abschnitte: 1. „Das Gebet“, 2. „des Gerechten“ und 3. „wenn es ernstlich ist“. Danach gibt er einige Gründe an, warum Gebete oft unerhört bleiben und schaut dazu einige Stellen aus der Bibel an. Im fünften Kapitel widmet er sich der Frage: „Wie können wir beten lernen?“ und im sechsten und letzten Kapitel geht es um das Gebet als Gemeinde. Darauf folgt noch ein Anhang von Wolfgang Bühne über das „Gebetsleben einer gesunden Gemeinde“.

Das Buch ist zum einen eine gründliche Analyse des Verses aus Jakobus 5,16, zum anderen aber auch ein dringlicher Mahnruf an jeden Christen, sein Gebetsleben von Gott reformieren zu lassen. Denn „bei keinem Christen ist das geistliche Leben tiefer als sein Gebetsleben.“ (S. 9)

Ich möchte einige Ratschläge aus dem fünften Teil „Wie können wir beten lernen?“, die die Erkenntnisse des Autors, die er aus der Schrift und auch seiner langjährigen Erfahrung gewonnen hat, zusammenfassend anführen. Er gibt acht konkrete Anweisungen:

1. Bitte den Herrn: „Herr, lehre mich beten“ (vgl. Lk 11,1)

Diese Bitte ist das Eingeständnis der Tatsache, dass wir noch lange nicht gelernt haben, zu beten, wie wir beten sollen und auch, dass wir von Gottes Belehrung abhängig sind.

2. Vertraue dem Herrn, dass er dich lehren wird.

Er ist treu und erfüllt seine Versprechen. Außerdem ist er der perfekte Lehrer.

3. Warte auf das Reden des Herrn.

Es ist Gottes Wort, durch das er den Glauben weckt, und wir müssen von ihm für sein Reden empfänglich gemacht werden, wie Jesus tauben Menschen die Fähigkeit zu hören verliehen hatte.

4. Warte auf das Wirken des Heiligen Geistes.

In Sacharja 12 wird von einigen Menschen berichtet, die erst anfingen zu beten, nachdem der Herr über ihnen „den Geist der Gnade und des Flehens“ ausgegossen hatte (vgl. Sach 12,10).

5. Glaube an Gottes vorlaufendes Wirken.

Die Schrift lehrt uns an mehreren Stellen, dass Gott alles nach dem Rat seines Willens wirkt, auch unser Wünschen und Wollen (vgl. Phil 2,13). Wann immer wir also den Wunsch verspüren, für eine gewisse Sache zu beten, dürfen wir wissen, dass Gott ihn in uns gewirkt hat.

6. Wir lernen beten durch Beten.

Einerseits braucht es Glauben, um überhaupt zu beten, andererseits ist es auch so, dass uns Glaube gegeben wird und dass er wächst, wenn wir beten. Das erinnert mich an den einfache Grundsatz, den die Puritaner prägten: „Bete bis du betest.“

7. Suche einen Gebetspartner

Dieser Rat gründet sich zum einen auf Matthäus 18,19.20 und zum anderen auf Erfahrung. Gegenseitiger Austausch und die Möglichkeit, vereint im Gebet vor Gott zu treten, befeuert das Gebetsleben.

8. Informiere dich über Gottes Wirken in seinem Volk.

Es gibt zahllose Berichte aus der Kirchengeschichte und aus persönlichen Biografien, die zeigen, wie Gott immer wieder Beter gebraucht hat, um Erweckungen unter seinem Volk zu wirken.

Im letzten Teil des Buches, das eine betende Gemeinde beschreibt, werden die Gebete des alttestamentlichen Gottesvolks, die Lehre Jesu hinsichtlich dieses Themas, und das gemeinsame Gebet der ersten Christen betrachtet. Darüberhinaus werden auch einige Gebetsanliegen für die gesamte Gemeinde aufgelistet, Auswirkung auf die Gemeinde beschrieben und sehr praxisnahe Hilfen zum Gemeindegebet weitergegeben.

Fazit

Alles in allem hat Benedikt Peters mit diesem Buch ein umfassendes und doch kompaktes und relevantes Werk zum Thema Gebet verfasst. Ich empfehle sehr, es zu lesen.

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