Gastbeitrag

Einführung in die biblische Gastfreundschaft

Tabea (1998), verlobt mit Christoph, studiert derzeit Soziale Arbeit. Sie arbeitet verantwortlich in der Jungschar und der Kinderstunde mit. Zudem ist sie Teil eines Musikteams.

Auf einer Jugendfreizeit dieses Jahr wurde ich gefragt, ob ich einen Workshop über das Thema „Gastfreundschaft“ halten möchte. Ich war anfangs eher etwas unsicher, ob ich es machen sollte, da ich sowas zum einen noch nie gemacht habe und zum anderen wusste, dass dieses Thema noch eine echte Baustelle in meinem Leben ist. Dennoch legte es mir Gott aufs Herz, mich mit diesem Thema intensiver zu beschäftigen und jetzt bin ich wirklich dankbar dafür, was Neues aus seinem Wort gelernt haben zu dürfen. Anfangs dachte ich oft, dass Gastfreundschaft lediglich bedeute, Menschen zu sich nach Hause einzuladen und musste während der Vorbereitung erkennen, dass ich total falsch lag.  Gastfreundschaft bedeutet aber so viel mehr!

Der Begriff „Gastfreundschaft“ kommt von dem griechischen Wort „philoxenia“ und bedeutet „die Liebe zu den Fremden“. Als Gast gilt also jeder Fremde. Ein Fremder ist eine Person, die einem unbekannt ist, eine Person, die an einem Ort fremd ist. Familienmitglieder und Freunde sind keine Fremden, deshalb ist es keine Gastfreundschaft, wenn man diese zum Beispiel zu sich nach Hause einlädt. Dennoch soll unser Zuhause für jeden ein Ort sein, an dem brüderliche Liebe weitergegeben werden kann und soll. 

„Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.“ -Röm. 12,10 

Jedes Kind Gottes ist dazu aufgefordert Gastfreundschaft auszuüben. Helga Henry, die Frau des Autors und Theologen Carl F. H. Henry hat einmal gesagt: „Christliche Gastfreundschaft ist keine Frage der Vorliebe, keine Frage des Geldes, keine Frage des Alters, der sozialen Stellung, des Geschlechtes oder der Persönlichkeit. Christliche Gastfreundschaft ist eine Frage des Gehorsams gegenüber Gott.“  Das Ausüben von Gastfreundschaft ist ein Befehl Gottes, keine Frage der eigenen Vorliebe oder Lust. Petrus schreibt in 1.Petrus 4,9 an alle Gläubigen: „Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren.“ Der Imperativ „seid“ drückt keine Bitte, sondern eine Aufforderung aus.

Weiter möchte ich zwei Personengruppen nennen, die in der Bibel zur Gastfreundschaft aufgefordert werden. Paulus schreibt von den Witwen, die in der Gemeinde dienen.

„Eine Witwe soll ins Verzeichnis eingetragen werden, wenn sie wenigstens sechzig Jahre alt ist, eines Mannes Frau war, ein Zeugnis in guten Werken hat, wenn sie Kinder aufgezogen, wenn sie Fremde beherbergt, wenn sie der Heiligen Füße gewaschen, wenn sie Bedrängten Hilfe geleistet hat, wenn sie jedem guten Werk nachgegangen ist.“ -1.Tim 5,10 

Um in dieses sogenannte Verzeichnis eingetragen zu werden, musste eine Witwe bestimmte Qualifikationen erfüllen. Eine dieser Qualifikationen ist die Gastfreundschaft. Das Aufnehmen, Bewirten und Sorgen für Fremde, war keine leichte Aufgabe. Es war eine aufopfernder Dienst, der meist von keinem gesehen oder wertgeschätzt wurde, jedoch im Himmel bekannt ist! Weiterhin haben auch Älteste und ihre Frauen die Aufgabe, gastfreundlich zu sein.     

„Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig,…“ – 1.Tim 3,2

Gastfreundschaft wird auch hier als Qualifikation oder Voraussetzung für etwas gennant. Um Ältester zu werden muss ein Mann gastfreundlich sein. 

Was sind richtige oder auch falsche Motive, um Gastfreundschaft auszuüben? Wozu soll ich überhaupt Gastfreundschaft ausüben?

Falsche Motive sind Motive, die aus einer egoistischen, Ich-zentrierten Haltung entspringen. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn ich Gäste einlade, um meine Kochkünste unter Beweis zu stellen. Es könnte auch sein, dass ich mein schönes Zuhause präsentieren möchte. Vielleicht will ich auch Vorteile aus einer neuen Bekanntschaft ziehen. Diese Motive sind allesamt falsch, da sie Gott die Ehre nehmen. Gastfreundschaft soll ein Dienst für Gott sein; sie soll ein Abbild Seiner Gastfreundschaft, seiner Güte und Barmherzigkeit sein. 

Das Motiv, dass jeder haben sollte, wenn er Gastfreundschaft ausüben möchte, steht in Matthäus 25, 35-40:    

„Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ 

Es gibt keine großartigere Motivation für Gastfreundschaft als diese: Wenn wir jemanden zu uns nach Hause einladen, der Eigentum des Herrn ist, dann betrachtet das der Herr genauso, als hätten wir ihn selbst zu uns nach Hause eingeladen. Außerdem werden diejenigen, die diesen Dienst tun, gesegnet und erhalten am Tage der Auferstehung dafür einen Lohn. 

„Wenn du ein Mittag- oder ein Abendessen machst, so lade nicht deine Freunde ein noch deine Brüder noch deine Verwandten noch reiche Nachbarn, damit nicht etwa auch sie dich wieder einladen und dir Vergeltung zuteil werden. Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde ein! Und glückselig wirst du sein, weil sie nichts haben, um dir zu vergelten; denn es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.“
– Lukas14,12-14 

Wozu soll ich Gastfreundschaft ausüben? Als Gottes Kinder sind wir dazu aufgefordert, das Evangelium zu verkünden (z.B. Eph 6,15). Gastfreundschaft ist ein effektives Mittel für die Evangelisation. Damit kannst du zum Beispiel Nachbarn, die du zu dir nach Hause einlädst, von Jesus Christus erzählen. Viele Menschen werden durch große kirchliche Räumlichkeiten, in denen gesungen und gebetet wird, abgeschreckt, wohingegen eine persönliche Evangelisation im Rahmen eines gemeinsamen Essens einladender und ungezwungener ist.  Gastfreundschaft ist weiter eine gute Möglichkeit, um dem Volk Gottes, der Gemeinde, zu dienen (1.Petr 4,10).  In unserem Zuhause haben wir die Möglichkeit, andere Leben zu berühren, Frieden in der Gemeinde und in der Familie zu fördern, diejenigen zu ermutigen, die an dem Reich Gottes bauen und diejenigen zu trösten, die inmitten von Prüfungen und Leid stehen. 

Sage dir diesen Satz immer wieder auf, um nicht zu vergessen, für wen du Gastfreundschaft ausübst und wem du damit die Ehre geben möchtest: „Dieses Haus gehört nicht mir. Es ist ein Geschenk von meinem Herrn. Ich bin sein Diener und gebrauche es, wie er es wünscht. Ich will niemanden beeindrucken, ich will dienen.“ 

Muss ich jedem Menschen Gastfreundschaft erweisen?

Grundsätzlich bin ich aufgefordert, jedem Menschen Gastfreundschaft zu erweisen. Jedoch gibt es auch hier ein paar Ausnahmen. In bestimmten Situationen bin ich aufgefordert, bewusst keine Gastfreundschaft zu erweisen.  In 2. Johannes 10 und 11 steht: „Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht! Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken.“ 

Irrlehrern, die zum Beispiel leugnen, dass Christus gestorben, auferstanden oder Gottes Sohn ist, „dass er im Fleisch gekommen ist“, soll Gastfreundschaft verweigert werden. Sie sollen nicht einmal gegrüßt werden. 

Eine 2. Menschengruppe, der Gastfreundschaft verweigert werden soll, ist in 1.Korinther 5,11-13 beschrieben: „Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit einem solchen nicht einmal zu essen. Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus!“ 

Denen, die bekennen, gläubig zu sein, aber einen unbußfertigen und moralisch schlechten Lebenswandel führen, soll Gastfreundschaft verweigert werden. 

Abraham und Sarah- ein Ehepaar beherbergt Engel

“Die Gastfreundschaft vergesst nicht! Denn dadurch haben einige, ohne es zu wissen, Engel beherbergt.“ -Heb 13,2 

Bereits im Alten Testament gab Gott die Aufforderung, Gastfreundschaft auszuüben (3.Mose 19,34). Abraham und Sarah waren ein Ehepaar, das diesen Befehl ernst nahm und praktisch umsetzte.

„Und der HERR erschien ihm bei den Terebinthen von Mamre, als er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß. Und er erhob seine Augen und sah: Und siehe, drei Männer standen vor ihm; sobald er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und verneigte sich zur Erde und sagte: Herr, wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! Man hole doch ein wenig Wasser, dann wascht eure Füße, und ruht euch aus unter dem Baum! Ich will indessen einen Bissen Brot holen, dass ihr euer Herz stärkt; danach mögt ihr weitergehen; wozu wäret ihr sonst bei eurem Knecht vorbeigekommen? Und sie sprachen: Tu so, wie du geredet hast! Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sagte: Nimm schnell drei Maß Mehl, Weizengrieß, knete und mache Kuchen! Abraham aber lief zu den Rindern und holte ein zartes und gutes Kalb und gab es dem Knecht; der eilte und bereitete es zu. Und er trug Butter und Milch auf und von dem Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor. Und er stand bei ihnen unter dem Baum; und sie aßen“ – 1.Mose 18,1-8 

Was passiert hier?  Abraham sitzt vor seinem Zelt, während drei Männer kommen. Die drei Männer sind Jesus selbst und zwei Engel. Abraham bleibt dabei nicht sitzen und wartet, bis sie kommen, sondern läuft ihnen entgegen und verneigt sich sogar vor ihnen. Er besteht darauf und will ihnen unbedingt Gastfreundschaft erweisen. Danach geht er zu seiner Frau Sarah und bittet sie, schnell ein wenig Essen zu bereiten.  Ein bemerkenswerter Punkt hierbei ist, dass Sarah sich keineswegs beschwert, sondern sofort mit dem Backen beginnt. Sie sagt nicht so etwas wie: „Dauernd bringst du Leute ins Haus, ich hab dann die ganze Arbeit und muss schuften. Kannst du mir nicht früher bescheid geben?“ Nein, sie macht sich sofort und ohne murren an die Arbeit. 

Wie oft murren wir, wenn es an der Tür klingelt, obwohl Petrus ermahnt: „Seid gegeneinander gastfreundlich ohne Murren.“ – 1.Petrus 4,9 

Vielleicht denken wir sogar: „ Ja, wenn solche Besucher kommen würden wie Jesus oder Engel – denen würde ich meine Tür auch aufmachen! Aber meistens kommen Leute, die mich stören, wenn ich z. B. Fernsehen schaue…“  Wir sind aufgefordert, außer den zwei oben genannten Ausnahmen, jedem Menschen Gastfreundschaft zu erweisen. Und wer weiß, vielleicht sind es ja wirklich einmal Engel, die dich besuchen. Überleg einmal, was Abraham und Sarah verpasst hätten, wenn sie den Männern gesagt hätten: „Es passt gerade nicht so.“ Die Beiden wurden aufgrund ihrer offenen und freigiebigen Gastfreundschaft sehr belohnt: ein Jahr später bekommt Sarah einen Sohn, Isaak, obwohl sie viel zu alt war, um zu gebären. 
Ich bin überzeugt, dass Gott dich auch sehr belohnen wird, wenn du Gastfreundschaft ausübst, wenn nicht hier auf Erden, dann gewiss im Himmel, denn das hat er uns verheißen, dass wir am Tage der Auferstehung belohnt werden. 

Gott- der perfekte Gastgeber

und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.“  – Eph. 1, 5-6

In diesem Vers finden wir den größten Akt der Gastfreundschaft, den es jemals gab. Dieser ultimative Akt geschah, als Jesus Christus für Sünder starb, damit jeder, der an ihn glaubt, zu einem Mitglied des Haushaltes Gottes wird. Und mehr als das, er hat uns sogar zu seinen Kindern gemacht! Er hat uns, die wir verdorben sind, die wir erbärmliche Sünder sind, unwürdige Menschen, zu sich eingeladen, weil er Gemeinschaft mit uns haben will. Das ist unverdiente Gnade.  Was sagt uns das über Gottes Wesen in Bezug auf die Gastfreundschaft? Gott ist nicht rücksichtslos, geizig oder unaufmerksam. Er gibt im Überfluss. Er gibt Menschen, die es nicht verdient haben und weiß, dass der Mensch ihm von sich aus nichts bringen kann.
Wir als seine Kinder sind aufgefordert „wie es Gott würdig ist“ zu wandeln. Das heißt, wir sollen auch in der Gastfreundschaft reichlich und großzügig sein und gerne geben, ohne etwas zurückzuverlangen. 

In Psalm 23,5 steht: „ Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.“ 

Gott gibt uns so viel mehr als wir brauchen oder verdienen. Der Becher ist nicht nur voll, er fließt sogar über. Er segnet uns im Übermaß. Und wenn wir über die vielen Segnungen nachdenken, die uns Gott gegeben hat, dann sollten wir auch darüber nachdenken, wie wir diese Segnungen am besten zu seiner Ehre nutzen könnten.  Als seine Kinder sind wir dazu geschaffen, um Gott zu verherrlichen und uns an Ihm zu erfreuen. Wir verherrlichen Gott, indem wir als Abbilder der Herrlichkeit Gottes, diese den Menschen groß machen. In diesem Fall können wir Gottes Gastfreundschaft groß machen, indem wir seine Gastfreundschaft hier ausweiten, indem wir sie selbst ausüben und den Menschen erzählen. Und all das sollen wir ohne murren tun: unser Stolz verleitet uns oft dazu, keine Lust zur Gastfreundschaft zu haben, da wir dadurch aufgefordert sind, anderen zu dienen; es fühlt sich an, als ob einem dadurch mehr Lasten auferlegt würden. Gastfreundschaft ist immer mit Arbeit verbunden. 

Daher braucht Gastfreundschaft einen demütigen Geist, denn dadurch wird der Geist Gottes in unserem Leben sichtbar.

Wie kann ich Gastfreundschaft in meinem Leben praktisch anwenden?

Zu allererst: Unser Schwerpunkt soll beim Ausüben von Gastfreundschaft nicht auf unsere tolle Wohnung und nicht auf das gute Essen gelegt werden, sondern auf unseren Gast. Die Frage ist nicht, ob ich mich gut präsentieren kann, sondern wie ich meinem Gast die Liebe Gottes weitergeben und seine Gastfreundschaft schon hier auf Erden ausweiten kann, um ihm damit die Ehre zu geben. Lege den Fokus auf gute Gespräche und darauf, dass dein Gast sich bei dir wohl fühlt! (vgl. Lukas 10, 38-42) 

Es gibt viele Möglichkeiten, Gastfreundschaft praktisch umzusetzen: Organisiere einen Spieleabend, lade Fremde zum Essen ein, plane einen „Gesprächsabend“, in dem der Fokus wirklich auf dem Austausch liegt. Organisiere einen Singabend, lade Menschen gerade jetzt in der Winterzeit zum Plätzchenbacken ein,… Wenn neue Leute in die Gemeinde kommen, dann begrüße sie, spreche sie an, lade sie zu dir nach Hause ein. Somit gibst du Neuen eine gute Möglichkeit, sich frei zu fühlen, Fragen über den Glauben zu stellen und sich in die Gemeinde einzuleben. Zeige Interesse an ihrem Leben, helfe ihnen (z.B. bei der Arbeits- oder Wohnungssuche).  Fange an zu planen. Plane vielleicht einen Tag im Monat ein, an dem du jemanden einladen möchtest. Fange klein an und du wirst merken, dass deine Sehnsucht größer wird, Menschen einzuladen. Trage es in deinen Terminkalender ein.  Versuche herauszufinden, welche Menschen einsam sind oder Ermutigung brauchen.  Ein wichtiger Punkt ist, preisgünstige Mahlzeiten einzuplanen, da oft das Geld die Ursache ist, wieso man von der Gastfreundschaft ablässt. 

Melde dich freiwillig, oder spreche dich in dem Fall mit deinen Eltern ab, um Gastprediger, Missionare zu beherbergen. Du kannst dadurch an ihrer Arbeit, das Evangelium zu verkünden, teilhaben, indem du für ihre Bedürfnisse sorgst. Durch deine Mitarbeit wird das Wort Gottes ausgebreitet.  Lerne Schlüsselfragen zu stellen. Frage deine Gäste, wenn sie Christen sind, wie sie zum Glauben gekommen sind. Falls sie verheiratet sind, dann frage, wie sie sich kennengelernt und geheiratet haben. Lerne, gute Fragen zu stellen.  Gastfreundschaft ist ein wunderbarer Ausdruck eines veränderten Lebens, das ganz Gott hingegeben ist. Wir leben in einer schrecklich selbstsüchtigen und beziehungslosen Welt. Wir wollen dieser Welt nicht gleichförmig sein! Stattdessen wollen wir jede erdenkliche Mühe aufwenden, um Gott ähnlich zu sein, der ein wunderbarer und gnädiger Gastgeber ist. Die Freude an Gottes Gastfreundschaft wird vergehen und sterben, wenn sie nicht in unserer eigenen Gastfreundschaft gegenüber anderen gedeiht. 

John Piper hat einmal gesagt: „Wenn wir Gastfreundschaft praktizieren, erleben wir einen Nervenkitzel, wenn wir spüren, wie Gottes Kraft unsere Ängste, unseren Geiz und die ganze psychologische Schwere unserer Selbstbezogenheit überwindet. Und es gibt nur wenige Freuden, wenn überhaupt, die größer sind als die Freude, die befreiende Kraft der Gastfreundschaft Gottes zu erfahren, die uns zu einer neuen und radikal anderen Art von Menschen macht, die es lieben, die Herrlichkeit seiner Gnade zu reflektieren, während wir sie auf andere in allerlei Gastfreundschaft ausdehnen.“ 

Wenn du also deine Freude in deinem Glauben erhöhen willst, wenn du Gottes Herrlichkeit fördern willst, dann fordere ich dich auf: übe Gastfreundschaft aus!