Andachten

Psalm 84 (1)

Dem Vorsänger. Auf der Gittit. Von den Söhnen Korahs. Ein Psalm.
Psalm 84,1

Wir sehen an diesem Vers, dass dieser Psalm von den Söhnen Korahs geschrieben wurde. Eine Sache kurz zu den Söhnen Korahs, denn vielleicht geht es auch einigen wie mir lange Zeit. Wie kann es ein, dass die Söhne Korahs neben diesem Psalm, zehn weitere Psalmen geschrieben haben? Hätten diese eigentlich nicht tot sein sollen? Denn wir wissen ja, dass Gott eigentlich die Rotte Korahs ausgelöscht hatte. In  4.Mose 16 lesen wir nämlich, dass sich Korah mit anderen aus dem Volk, insgesamt 250 Mann gegen Mose und Aaron auflehnten. Als Folge dieser Auflehnung heißt es dann in 4. Mose 16,31+32:

U nd es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da zeriss der Erdboden unter ihnen; und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Familien und alle Menschen, die Korah anhingen, und all ihre Habe. Und sie fuhren lebendig hinunter ins Totenreich mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu. So wurden sie mitten aus der Gemeinde vertilgt. (4. Mose 16,31-32)

Wie kann es jetzt sein, dass die Söhne Korahs einen Psalm schreiben? Sie hätten doch tot sein sollen. Die ganzen Familien der Auflehner hätten doch auch sterben müssen.

„Und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt Korah, als die Rotte starb, als das Feuer 250 Männer verzehrte und sie zum Zeichen wurden. Aber die Söhne Korahs starben nicht.“ (4. Mose‬ ‭26:10-11‬)

Also wir lesen hier, dass 250 Männer starben, die sich auflehnten und dann kommt dieser Beisatz: Aber die Söhne Korahs starben nicht. 

Was ist jetzt der Grund dafür, dass die Söhne Korahs nicht starben, dass sie verschont wurden? Eigentlich hätten doch auch die Familien dieser Auflehner, also somit auch die Söhne Korahs sterben müssen? Der Grund ist: es gibt keinen Grund dafür. Wir lesen an keiner Stelle, warum Gott ausgerechnet die Söhne Korachs verschonte. Gott verschonte sie einfach. Wir wissen nicht, warum sie überlebten. Aber was wir wissen ist, wozu sie verschont wurden. Und zwar, damit sie Gott anbeten, ihn lobpreisen und um niemals zu vergessen, was Gott gnädiges an ihnen getan hat. Gerade weil sie wussten, wie die meisten aus ihrer Rotte starben, veranlasste sie das, ihren Gott anzubeten und niemals zu vergessen, dass Gott ihnen gnädig war. 

Wir gaben Gott ebenfalls keinen Grund dafür, dass er uns gnädig war (sofern du ein Kind Gottes bist). Eigentlich hätten wir genauso sterben sollen, wie die Söhne Korahs, denn der Lohn der Sünde ist der Tod (Röm 6,23). Aber Gott ist den Seinen gnädig. 

Mögen wir auf diese große Gnade wie die Söhne Korahs reagieren – mit Anbetung, Lobpreis und ein für ihn hingegebenes Leben.