Andachten

Begegnung mit einem Lastkraftwagen

Wer Gutes tut, der ist von Gott; wer Böses tut, der hat Gott nicht gesehen. (3. Johannes 11b)

Paul Washer, ein sehr begabter und gesegneter Prediger, erzählt immer wieder in seinen Predigten folgende Illustration, die ich wahnsinnig hilfreich finde und euch nicht vorenthalten möchte:

„Stellt euch vor“, so beginnt er, „ich würde in eure Gemeinde zum Predigen kommen und wäre eine halbe Stunde zu spät. Euer Pastor würde mich fragen: ‚Bruder Paul, was ist los, schätzt du unsere Gemeinde nicht und ist es dir nicht wichtig, dass wir hier pünktlich anfangen?‘ Und stellt euch dann vor, ich würde sagen: ‚O, doch Pastor, es tut mir ja auch furchtbar Leid. Aber ich hatte diesen Vorfall auf der Autobahn.

Ich hatte einen platten Reifen, versteht ihr, und dann bin ich aus dem Auto ausgestiegen und wollte es reparieren und plötzlich rollte eine Schraube auf die Straße und ich vergaß irgendwie total, dass ich auf der Autobahn war, passte nicht auf, holte die Schraube und als ich wieder aufstand, so mitten auf der Autobahn, da überrollte mich ein 30-Tonnen-LKW… und langer Rede kurzer Sinn: Deswegen bin ich zu spät.‘

Und der Pastor würde zu mir sagen: ‚Bruder Paul, das ist unfassbar. Du bist entweder ein gewaltiger Lügner oder einfach nur verrückt!‘ Und ich frage zurück: ‚Aber wieso denn, genau so ist es gewesen – dieser LKW hat mich hart erwischt und deswegen bin ich zu spät gekommen. Was ist so verkehrt daran?‘ Der Pastor antwortet: ‚Weil es absolut unmöglich ist, dass du eine derartige Begegnung mit einem LKW hast und völlig unverändert davonkommst!'“

Und dann stellt Paul Washer die Frage: „Wie kannst du dann behaupten, du hättest eine Begegnung mit Gott gehabt und immer noch nicht verändert sein? Was ist den „schwerer“ – ein LKW oder Gott?“

Heutzutage gibt es Millionen von Christen, die davon sprechen, dass sie Jesus begegnet sind und ihm nach wie vor begegnen und schreit ihr Leben: „Das ist eine fette Lüge!“. Sie unterscheiden sich in gar nichts von denen, die Gott nicht kennen. Sie treten Gottes Geboten mit Füßen, gehen ihren sexuellen Begierden nach, sprechen sich für Homosexualität aus, halten sein Wort nicht für absolut glaubwürdig und inspiriert, gehen auf Partys, saufen, lügen, verachten ihre Eltern, verleugnen sich nicht selbst, sondern preisen ihr eigenes ‚Ich‘ und tun kurz gesagt alles, wovon Paulus sagt, wer diese Dinge tut, wird definitiv nicht ins Himmelreich kommen (1, Kor 6,9-10)!

Johannes schreibt (im Eingangsvers): Wer Böses tut, der hat Gott nicht gesehen. Leute, die behaupten, sie hätten eine Begegnung mit Gott gehabt, aber ihr Leben ändert sich nicht, sind entweder noch größere Lügner oder noch verrückter als derjenige, der behauptete, er wäre von einem LKW umgerollt worden und nichts weiter ist passiert.

Was ist mit dir? Behauptest du ebenfalls, du hättest eine Begegnung mit Gott gehabt? Unterziehe dich doch mal einer Selbstprüfung: Hat sich dein Leben geändert? Jagst du der Heiligung nach? Tötest du die Sünde tagtäglich ab? Ringst du danach, in Übereinstimmung mit Gottes Wort zu leben und schmerzt es dich zutiefst, wenn du scheiterst? Nun, wenn diese Dinge bei dir vorhanden sind, dann darfst du getrost sein: Wer Gutes tut, der ist aus Gott. Aber wer das Böse vollbringt, der hat ihn nicht gesehen.