Andachten

Es gibt absolute Wahrheit und Moral

Er hat dir kundgetan, o Mensch, was gut ist; und was fordert der HERR von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu wandeln mit deinem Gott.
Micha 6,8

Nur zu gerne erliegt der postmoderne Mensch dem Irrtum, das jede Gesellschaft selbst entscheidet, was gut und richtig ist. Hierbei geht er zwar inkonsequent vor, weil in jeder Gesellschaft beispielsweise Mord geächtet wird. Dies liegt daran, dass noch ein Rest des Gewissens und des Wissens um universale Wahrheiten und um Gottes Gerechtigkeit im Menschen vorhanden ist.

Vor einiger Zeit sprach ich mit einem Mann, der dankbar war, dass es in Deutschland keine Todesstrafe mehr gibt. Doch im Radio lief nebenher die Nachricht einer schlimmen und extremen Form von Kindesmissbrauch die nun aufgedeckt und vor Gericht gebracht wurde. Auf diese Meldung bezugnehmend sagte er, dass er sich für einige Fälle die Todesstrafe wünschte (er ist selbst Vater eines Kindes), da unser Gesetz keine Strafen vorsehe, die solchen Fällen gerecht werden können. Danach diskutierten wir kurz über die Todesstrafe und wie sie in Unrechtsregimen missbraucht wird. Doch unabhängig davon blieb mir ein Satz besonders im Gedächtnis hängen: „Wenn wir „Rübe ab“ wieder einführen, dann ist „Rübe ab“ auch richtig.“

Dieser Mann hat verinnerlicht, was der postmoderne Mensch sich tagtäglich selbst vorpredigt: Was Moral ist, das entscheiden wir. Wahrheit und Recht ist das, was konsensfähig ist. Auf Basis dieser Logik war es aber auch richtig, dass die Kommunisten und Faschisten im 20. Jahrhundert viele Millionen Menschen töteten. Sie hatten zumindest zeitweise eine konsensfähige Mehrheit, die den Sozialismus oder die Ideologie der Nazis mit aller Gewalt verwirklichen wollte. Andersdenkende, Anhänger des Zaren oder auch Juden zu vernichten wird in einer Gesellschaft ohne objektive Moral auf einmal möglich.

Wir sind als Gesellschaft auf keinen Fall davor gefeit, dass sich die Szenen des letzten Jahrhunderts wiederholen. Den Boden hierfür haben wir mit unserer willkürlichen Definition von Moral selbst gelegt.

Gottes Wort hingegen vertritt einen anderen Standpunkt als die Mehrheit unserer Gesellschaft. Gott allein ist es, der Moral, Wahrheit und Recht definiert hat. Sie alle gründen in Gottes Wesen und darum war etwas schon richtig oder falsch bevor die Erde überhaupt geschaffen wurde. Gott war immer schon da um der alleinige Maßstab alles Guten und Richtigen zu sein.

Inwiefern ist dies nun für uns relevant? Gott hat seine Wahrheit keiner Elitegruppe oder Denomination anvertraut, wie es die katholische Kirche für sich beansprucht („außerhalb der Mutter Kirche gibt es kein Heil“). In seinem Wort, das uns und großen Teilen der Welt (meist frei) zugänglich ist, hat er uns kundgetan was gut ist. Wir brauchen nicht selbst dahinter zu kommen. Wir müssen uns nur aufmachen und in Gottes Wort, die Bibel hineinschauen. Hier offenbart sich Gott selbst den Menschen. Hier können wir lernen was gut und richtig ist und was Gott von uns verlangt.

Über die Jahrhunderte hinweg sind Regierungen, Diktatoren, Gesellschaften und Gesellschaftsformen, Völker, Ideologen und Philosophen gekommen und gegangen. Doch eins ist unverändert geblieben: Das gute, moralisch vollkommene Wort Gottes, das in alle Ewigkeit der Maßstab für Moral und Recht bleibt. Gott selbst wird einmal alle Menschen an diesem Maßstab messen – und seine Strafen werden genug sein für alles Unrecht, dass ein Mensch tun kann! Niemand kann dieser gerechten Abrechnung entfliehen. (Es sei denn, dass deine Strafe bereits stellvertretend an jemand anderem vollstreckt wurde, aber das ist wieder ein anderes Thema).

Das Argument, dass zu unseren Lebzeiten eine breiter Konsens für das geschehene Unrecht bestand, wird an diesem Tag als eine große Torheit entlarvt werden. Willst du an diesem Tag betrübt dastehen und dir eingestehen, dass du zusammen mit den verblendeten Menschen an deiner Seite einen Irrweg gegangen bist, obwohl Gottes Wort dir den Weg hätte zeigen können, den jeder Mensch gehen soll? Ich hoffe du bist bereit, auf Gottes Wort zu hören und es zu tun. Du weist, wo du es findest.